WOLVSERPENT & WOLVES IN THE THRONE ROOM, Hafenklang Hamburg

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Zum Erscheinen des 4. aktuellen Full Lenght spielten WITTR ihre Tour mit der Drone/StonerDoom Band Wolvserpent. Thematisch passen durch die Naturverbundenheit beider Bands wie die Faust aufs Auge, nur musikalisch könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Während sich Wolves In The Throne Room im Gefilde des Black Metals bewegen, schwingen Wolvserpent die Doom-Keule mit Einflüssen des Drones.

Das „Hafenklang“ war ausverkauft und ausgefüllt bis auf den letzten Meter, die Stimmung war locker und entspannt. Wolvserpents Schlagzeugerin Britanny ging um die Bühne um diese mit Weihrauch einzuhüllen. Als dann auch FrontmannBlake Kerzen anzündete, war die Atmosphäre zum greifen nah und man war gespannt was die Zwei aus Boise, Idaho darboten. Es glich einem Ritual, welches die Band somit von der Leine ließ. Mit dem Einstieg der Geige, die ihren Effekt der Stimmungsverdichtung nicht verfehlte, dröhnten die ersten Riffs aus Blakes Gitarreamp, die wie eine Wand auf den Bauch drückten. Der Frontmann selber zeigte sich etwas hektisch mit dem Treten der Effektpedale. Vertippte sich wenige Male was jedoch den Songfluss nicht großartig berührte. Grollende Drones waberten durch die ganze Location, die geloopte Geige untermalte die Lieder mit einer okkulten Stimmung, die durch die hypnotischen Melodien immer wieder aufgegriffen wurde. Auch die Drums wirkten dynamisch und zogen sich langsam wie ein Lavastrom durch alle Songs. Der Gesang fügte sich mit viel Hall passend ins Gesamtbild ein. Man merkte das Blake und Britanny sehr eingespielt aufeinander waren und selbst bei sehr langsamen Songstellen auf den Punkt genau spielten. Nach zwei langen Songs beendete die Band das Konzert und erntete anerkennenden Applaus. Musik mit der nicht jeder was anfangen konnte, die allerdings bei vielen Fans des Doom Metals Gehör fand. Der Sound und die Lautstärke waren völlig ok, und machten diesen Auftritt zu einem angenehmen Hörgenuss. Durch die Spartanische Instrumentierung war der Sound niemals breiig oder gar dünn. Hier passte alles wunderbar zusammen.

Nach einer recht kurzen Umbaupause standen auch schon Wolves In The Throne Room auf den Brettern. Die Band aus Olympia Washington ist für ihren atmosphärischen Black Metal bekannt und wurde hochgelobt von der Weltpresse. Hatten sie doch mit „Two Hunters“ ihren Durchbruch in der Internationalen Underground Szene. Die Amis schoben mit ihrem vierten Album ein weiteres Meisterwerk der schwarzen Tonkunst nach, was an diesen Abend mit dem ersten Song vorgestellt wurde. Das Licht verdunkelte sich das Auge vernahm nur die Öllampen und das blaue Licht an den beiden Gitarren wahr. Dazu kam ein Schwall Nebel, der die Band in einen Geheimnisvollen Schleier hüllte. Gleich zu Beginn kreisten einige Köpfe der Anwesenden zu dem Song „Thuja Magus Imperium“, der mit seinen knapp 12 Minuten genug Zeit hatte sich intensiv aufzubauen. Die Stimmung im Raum war gelockert und losgelöst von allen Sorgen des Alltags. Mit dem Song „Cleansing“ ging es dann auch schon weiter. In der Zeit bekam Gitarrist und SängerNathan Probleme mit einen der Zuschauer. Dieser riss mehrmals während des Gigs den Mikrofonständer um, was Nathan nicht so lustig fand und dem besagten Zuschauer mit Ärgernis den Mittelfinger entgegen streckte. Dabei musste er mitten im Lied mehrmals seine Gitarre ablegen um den Mikrofonständer wieder aufzustellen. Nach einigen Malen stellte sich Parker, der Lichtmann der Band vor die Bühne. So das Nathan in Ruhe den Gig mit dem Song „I Will Lay Down My Bones Among the Rocks and Roots“ beenden konnte. Dieser bohrte sich tranceartig in die Köpfe der Anwesenden. Wolves in the throne room selbst präsentierten sich an dem Abend musikfixiert, Man merkte das sie trotz des umschmeißens des Mikrofons voll bei der Sache waren. Trotz des dumpfen, aber immer noch differenzierten Tons, war die Menge begeistert.

Der Band-Merchstand wurde beim Rausgehen nochmals geplündert, auch Wolvserpent fanden mit ihren CDs und Merchandise Artikeln ordentlichen Absatz. Somit ging ein angenehmer Konzertabend vorbei, der zwei interessante Bands auf der Bühne zeigte, die mit viel Gefühl für Atmosphäre das Publikum begeisterten und in ihren Bann zogen.


Wolveserpent sind:
Brittany McConnell Drums, Geige
Blake Green Gitarre, Gesang

https://www.facebook.com/wolvserpent

http://wolvserpent.com/

http://www.myspace.com/wolvserpents


Wolves In The Throne Room sind:

Aaron Weaver Drums
Nathan Weaver Gitarre, Gesang

https://www.facebook.com/pages/Wolves-In-The-Throne-Room/48294546133

http://www.wittr.com/

©Pressefoto: Pressefreigabe

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