THE FINAL WAR TOUR am 18.11.2011 im Bambi Galore, Hamburg

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Mit:

Abomination (USA)
Shattered Skull (Belgien)
Noise of Creation (Italien)
Surface (Hamburg/Deutschland)

Surface starteten als Opener um 21 Uhr vor einer Handvoll Leute, die der Band  mit einem wohlwollenden Nicken Beachtung schenkte. Sänger Tom ließ es sich nicht nehmen ordentlich zu bangen und dabei die rhythmischen Mid-Tempo-Riffs in „Olympia Warmachine“ knallen zu lassen.  Sänger Tom beschreibt die Musik der Band als Olympia Death Thrash Metal, denn die griechische Mythologie, ein Thema das man im Metal ja eher selten antrifft, zieht sich durch die Songs wie ein roter Faden. Mit „Kraken“ spielte die Band neben dem Up-Beater „Back to the Roots“ eines der markantesten Lieder aus ihrer Setlist. Leider waren die wenigen Leute vor der Bühne noch sehr zurückhaltend, gaben der Band aber höflichen Applaus; was bei diesem Gig aber fehlte, war etwas mehr Bewegungsfreude der anderen Instrumentalisten. Mit dem letzten Lied, „The One I Hate„, das mit einem Mitsing-Refrain lockte, verabschiedete sich die Band von der Bühne und machte Platz für Noise of Creation.
Die Mannen aus Italien präsentierten einen harschen Thrash Metal mit einer kräftigen Portion Abwechslung an der Gitarrenfront. Sänger Chris bot eine Performance mit einem Tupfer Pathos um die nun schon etwas angewachsene Menge mitzureißen. Die gut ausgewogene Mischung aus aggressivem Riffing und cleanen Gitarrenparts konnte so einige der Anwesenden begeistern und lockte dann auch die ersten Headbanger vor die Bretter. Thrashknaller wie „Reason“ oder „Immortalitys Concepts„, das mit exotischem Melodiebogen glänzte, konnten den Großteil der Anwesenden  überzeugen. Einziger Kritikpunkt war der leise Gesang, der etwas dünn aus den Boxen schoss. Ansonsten war es ein Energiegeladener Gig, der seinen Applaus verdient hat.

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Mit Shattered Skull zog man hier Death Metal an Land, wie er sein soll: tief, garstig und rollend wie ein Panzer auf dem Schlachtfeld. Die Band aus Belgien bot mit ihrem Knochenbrechenden (Wie sie ihn selber nennen) Todesblei eine gute Show, die schon mehr Besucher vor die Bühne zog, als die ersten Bands. Die Belgier genossen sichtlich den Anblick der bangenden Meute, ballerten mit „The Infinite Massacre“ einen Nackenbrecher durch die Boxen und legten mit „Exploited Existence“ nach. Zwar war der Sound in den Tiefen recht undifferenziert, kam aber dafür wuchtig aus den Boxen. Mit viel Spiellaune prügelten sich die Belgier um Sänger Sven (Auch Sänger bei „Southwicked“ aus Florida) durch ein schnörkelloses Death Metal Set, das dem geneigten Fan ein Grinsen im Gesicht bescherte.

Dann waren Abomination an der Reihe. Die zweite Band von Paul Speckmann zog ihren Death/Thrash Mix schon 1987 aus dem Amerikanischen Boden. Die volle Breitseite Old School Death Metal gab es an dem Abend zu hören. Schon beginnend mit „Victims Of The Future“ aus ihrem Debütalbum Abomination, das sich in seinen Tempo gnadenlos in die Nackenmuskulatur bohrte, flogen die Haare ohne Pause. Hierbei sei zu erwähnen, dass der Sound wirklich gut durchs Bambi Galore schepperte, wobei  Knaller wie „Possession“ und „Murder Raped Pillage And Burn“ alle Register zogen und das volle Brett alter Death Metal Schule boten. Vor allem Drummer Raphael Saini (u.a. Drummer bei „Corpsefucking Art„), der seit diesem Jahr bei Abomination spielt, bot ein Drumsolo, sowie ein abwechslungsreiches Drumming, das den Songs genug Dynamik verlieh. Zwei kurze Jamsessions standen ebenso auf dem Programm; die muteten aber eher wie Lückenfüller an und stellten mit Blick aufs Gesamte nur unnötige Längen dar. Ansonsten hobelte man hier ordentlich Todesspäne, die mit „Curse of the deadly Skin“ ihr Ende fanden.

Damit ging ein Abend zu Ende, der familiärer nicht hätte sein können. Durch die geringe Besucherzahl kam hier das „Jeder-kennt-Jeden-Gefühl” hoch. Trotzdem ist es schade, dass man nicht mehr Publikum hatte locken können; allerdings hat das Bambi bewiesen, dass es ein Händchen für ambitionierte Bands hat, unter denen man hin und wieder die ein oder andere Perle aus dem Underground findet. Außerdem bietet es einen fairen Eintrittspreis sowie entsprechend günstige Flüssignahrung in Form von Bier. Auf alle Fälle ein Tipp für Konzertbesucher die mehr im Underground graben möchten, sowie für Bands die hier ihre Chance bekommen.

Surface sind:
Marco – Drums
Tom – Leadvocals and Guitar
Timo – Background / Clean Vocals and Bass
Jason – Guitar

https://www.facebook.com/pages/Surface-Hamburg/181812081831096?sk=wall
https://www.myspace.com/voicesofastray

Noise Of Creation sind:
Chris Rastelli: Vocals
Fabrizio Manici: Bass & Backing Vocals
Valerio Antinucci: Guitar
Dave Colombo: Drums

https://www.facebook.com/pages/Noise-Of-Creation/123602261011601?sk=wall
https://www.myspace.com/noiseofcreation

Shattered Skull sind:
Sven Poets – Vocals
Stef Mikolajczyk – Guitar
Robbie Cuypers – Bass
Claudio Gielen – Drums

https://www.myspace.com/shatteredskullbe
https://www.facebook.com/shatteredskull?sk=wall

Abomination sind:
Paul Speckmann – Bass and Vocals
Raphael Saini – Drums

https://www.master-speckmetal.com/

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