21. Schlachtnacht im Juzi Göttingen

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Die 21. Schlachtnacht im Juzi Göttigen – und (unverzeihlicherweise) meine erste hier.

Das Juzi, ein sehr links gerichtetes (Jugend-)Zentrum, bietet in einer über Jahrzehnte natürlich gewachsenen „Dekoration“ in Form von zahllosen, Aufklebern, Postern, „Schmierereien“, Übermalungen etc. eine ideale Bühne für den metallischen Untergrund; und so findet man außer den vier heute spielenden Bands auch im Publikum verstreut noch eine ganze Menge an Musikern (z.B. aus den Bands: Atmosfear  Atomwinter, Nonhumental, Uncreation) aus der näheren und nicht ganz so nahen Umgebung.

Die erste Band auf der Bühne ist heute Rotten Corpse, die noch ganz am Anfang ihrer Deathmetal-Laufbahn stehen– der heutige Auftritt ist erst der zweite der Band. Wenn man den Hamburger Jungs die fehlende Bühnenerfahrung ansehen sollte, dann allerdings nicht durch Unsicherheit und Spielfehler sondern vielmehr durch Spielfreude, Unverbrauchtheit und Frische – das positive Gegenbeispiel also zu der Serienmäßigkeit und Routine, die so einige alteingesessene Deathmetal-Bands an den Tag legen. Auch der Sänger, der sich beim ersten Auftritt noch auffällig hinter seiner Mähne versteckt hat, bemüht sich, ab und zu mal mehr von sich zu zeigen, wenn auch die Kommunikation mit den Zuschauern quasi nicht stattfindet, aber das kommt dann vielleicht beim dritten Auftritt. Der Name Rotten Corpse steht nicht, wie man bei dem Namen vielleicht vermuten könnte, für den puren, simplen Old School Death, sondern für eine außerordentlich abwechslungsreiche Death-Metal-Mischung: Man ist offen sowohl für technische Finessen, als auch für groovige Passagen und gelegentliche Blast-Parts.

Kambriums Deathmetal geht mehr in die progressive Richtung. Mehr Keyboards und weniger Brutalität verändern auch deutlich das Bild, das sich vor der Bühne zeigt: insgesamt wird es dort deutlich voller, die Kutten tragenden Headbanger verschwinden, dafür ist mehr weibliches Publikum auszumachen. Ich finde die Musik der fünf Helmstedter durchaus unterhaltsam und  gefällig, auf Dauer hält es mich aber auch nicht vor der Bühne.

Die Nacht ist nicht mehr jung und ich nicht mehr ganz nüchtern, als die Münsteraner Supreme Carnage die Bühne betreten. Der Sound ist gut, der halb-moderne Death-Metal mit zwei Sängern groovt, und der Moshpit tobt…eine Zugabe gibt’s auch noch und allen geht’s gut.

Rogash gehen heute als letztes auf die Bühne… – an diesem Punkt muss ich erwähnen,

dass die Bierpreise sehr günstig waren, dass das Bier in Halb-Liter-Flaschen ausgegeben wurde, dass sich der Beginn der Veranstaltung insgesamt um einiges verzögert hat…

Fazit: Ob das nun ausreichende Gründe sind oder nicht: Rogash habe ich mir an diesem Abend nicht mehr angesehen/gehört; das Fazit der 21.Schlachtnacht ist trotzdem durchweg positiv und macht auch einen weiteren Anreiseweg für dieses zweimal jährlich stattfindende Ereignis durchaus lohnenswert!

Mehr Infos findet ihr unter https://www.facebook.com/pages/Schlachtnacht/330040443684940

RUNNING ORDER, SETLISTEN UND SONGS:

ROTTEN CORPSE:

Intro
Blood for Gold
Whore Ripper
Five Bullets
Hang em High
Rotten Corpses
Verpackte Kadaver

KAMBRIUM:

Among the Lost
Feuer gegen Feuer
Arming for Retribution
Dark Lights  <– new song
Dewfall
Taken by the Storm <– new song
Hollow Heart
A Sinners Remorse
Thanatos

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SUPREME CARNAGE:

Fire
Carnage
The Bubonic Plague
God of Gore
Soulless (Grave Cover)
8 Times You Will Suffer
In Shadow and Dusk (Kataklysm Cover)
Cut the Head Off

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ROGASH:

Intro
Soulrust
Kingdom of Grief
Slaughter
Bloodgates rising
I, Voracity
Gattung Mensch
Them
Kurz & Schmerzhaft
Less Emotion
Carnal (Vader-Cover)

Zugabe:
Like Angels weeping the Dark ( Kataklysm-Cover)

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