HOLSTEINER DEATH FEST

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 Am 5. Mai war das Juki 47 in Ahrensburg Anlaufpunkt so manchen Death Metal Anhängers.

Das Holsteiner Death Fest feiert seine Premiere mit ansehnlichen Bands. Die Location in zehnminütiger Laufentfernung (nüchtern) von der Haltestelle Ahrensburg entfernt, ist mit seinem bomtrichterartigen Layout bestens geeignet für den gepflegten Todesmarathon, den wir hier heute supporten, mit Schweiß, Blut und anderen Flüssigkeiten. Die Sonne scheint, das Bier fließt, das Billing lässt sich sehen, die Fleischparty geht gegen 16 Uhr los. Es präsentieren heute zahlreiche ambitionierte junge, sowie bekannte alte Bands was sie auf der Schlachtplatte haben. Körperkebap, mit scharf und alles, lan! Kannste haben!

Das Billing besteht aus den atemberaubenden Asphyxion, die Schwarzdeather Black Water geben sich die Ehre, genauso wie Plaque Upon The Ocean, außerdem hauen uns die Slam Deather Slowly Rotten unser eigenes faules Fleisch um die Ohren, der Party Grind kommt heute von Dissouled und den Brutalo-Happen lassen wir uns schön blutig von Pighead servieren.

Als Abschluss schwingen die tschechischen Deathgrinder Fleshless den Fleischklopfer. Mit Liebe und viel Passion rotzen uns mächtigen die mächtigen Master in die Beilage.

Mit Asphyxion geht eine relativ junge Band an den Start. Die Dänen zeigen sich hochmotiviert das Publikum warm zu spielen, doch reißt der moderne Death des Quintetts leider maximal zu interessiertem Kopfnicken mit. Black Water hingegen machen eine andere Figur. Es gibt mehr Blast, mehr Power! Die ersten Mähnenschwinger kommen auch endlich zurück vom Sabbeln mit dem Friseur. Black Water feuert aus allen Geschützen, Frontschwein Fabian wütet wie ein Wiederkäuer auf Domestos und die ersten Nasen bluten. Operation geglückt, die ersten Patienten sind tot, aber nach wie vor steht ein Großteil der heutigen Gästeschaft auf dem sonnigen Parkplatz und lässt gute Laune aus der PET Buddel in sich reinlaufen. ( Ich z.B.! Anm.d. Kor.)

Aus unerfindlichen Gründen verpasste ich Plaque Upon The Ocean, sehr zu meinem Bedauern, wie ich nachträglich feststelle, denn nach Aussage vieler kreist bei PUTO ernsthaft der Hammer im Pit!

Das Thema ist gegessen. Kommen wir zu Slowly Rotten, die den zweiten amtlichen Circle Pit des Nachmittags entfesseln, Kevin, in Personalunion Growler und Veranstalter des HDF, ist der Zeremonienmeister auf der Bühne, während Gitte, Bass und Trommeln die Messer fürs Schlachtritual immer wieder aufs Neue wetzen. Blaue Flecken, Schrammen sind im Eintrittspreis inbegriffen. Die Schweißdrüsen pumpen auf Hochtouren.

Dissouled hingegen verbreiten Partylaune. Ansagen wie „dieses Lied ist für Leute, die schon einmal Probleme mit ihrer Vorhaut hatten“ gehen runter wie Öl. Der Grind zermahlt Beine und Köpfe zu Knochenmehl. Das Publikum dreht bei „Yam Yam Yam“ auch noch mal selber mächtig am Mühlstein.

Nun sind Pighead an der Reihe und hauen aus ihren zwei bisherigen Alben eine boshafte Mixtur aus Slam und brutalem Death Metal ins Zuschauernest. Der Pit fackelt nicht lange und schüttelt die Skelette, die Dissouled hinterlassen haben. Kompromisslos werden sämtliche Lamer mitgerissen, Lawinen-Style! Der dicke aber etwas verwaschene Sound von den Schweineköpfen bildet ein brutales Gesamtbild, das passt wie Arsch auf Dixi. Die Band hat die Fäden in der Hand, Vokiller Martin holt so manchen Fan auf f die Stage und lässt auch prompt wieder von der Planke springen.

Fleshless aus Tschechien sind zusammen mit Master die Urgesteinfraktion des Death Metal Tages/Abends. Fleshless kommen teils melodisch teils frickelig vertrackt daher. Das drückende Soundgewand kommt gut an bei den Freunden des Todesmetts. Etwas steif ist das Stage Acting der Akteure, dennoch von Energie strotzend. Das Quartett zündet ein von vorne bis hinten gelungenes Live Set, das mit einer zu leisen Leadgitarre zu kämpfen hat. Das hier die Bassgitarre fehlt ist verschmerzbar, da die Gitarren so oder so tief gestimmt sind, wie bei manchen die Baggy Pants hängen. Auch die Zuschauer gehen immer noch steil und feuern die Band an was das Zeug hält.

Master bilden den Abschluss des Abends, und sind zugleich das älteste aktive Mitglied, das der Death Metal zu bieten hat. Paul Speckmann hat bereits öfter in Norddeutschland mit Anwesenheit geglänzt, nicht zuletzt im Bambi Galore zu Bilstedt mit seiner Zweitband Abomination. Old School Brett anyone? Gleichwohl versammeln sich die ersten Old School Anhänger vor der Bühne und lassen die Abrissbirne kreisen. Master zeigen sich hierbei in Hochform und spielen sich routiniert durch das Set. Mr. Speckmann selber erzählt noch kurz ein Anekdötchen aus früherer Kindheit und geht zeigt uns schön den Stinkefinger mit „Funeral Bitch“. Schönes Konzert das mit der vollen Möhre Urigkeit begeistert.

Fazit: Nun geht auch das Holsteiner Death Fest zu Ende und verschwitzte müde Kadaver schleppen sich aus dem Schlachthaus zufrieden zurück in ihre Reihenhaussiedlungen. Man muss schon sagen, dass dieses Fest ein voller Erfolg war und es schön ist, dass so ein Fest bei uns hier im Norden Realität geworden ist.

Mehr Infos findet ihr unter:
www.facebook.com/HolsteinerDeathFest

 

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2 Gedanken zu „HOLSTEINER DEATH FEST

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