GRAVEYARD GHOUL im Bambi Galore

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Der heutige Abend steht unter dem Banner von Old School Death Metal. Dabei geben sich drei Bands die Klinke in die Hand. Da wären zum einen die jungen „Graveyard Ghoul“, die uns bereits mit ihrem kultig-rohen Demotape eines zwischen die Augen gegeben haben. Band Nummer Zwei heißen „Funeral Whore“ und hauen dezent auf die Old School Glocke. Komplettiert wird der heutige Abend durch die Brasilianer „Escarnium“

Graveyard Ghoul 

Die Mannen aus Oldenburg spielen an diesem Abend ihren zweiten Gig und servieren uns ein rohes Black / Death – Gebräu. Mit dem genannten Stilmix und ordentlich Reverb im Gesang sorgt der Vierer sofort für okkulte Atmosphäre. Bei Old School Schwergewichten wie „Necrocult“ oder „Rotten Death“ kreist der im Saal der Hammer! Die schwarztote Keule rockt differenziert aus der PA. Nur etwas zurückhaltend und schüchtern steht die Kombo auf der Bühne, aber für ihren zweiten Gig dennoch geiler Auftritt. Auch Basser und der sich ins Mikro erbrechende Drummer geben eine gute Figur ab. Vor der Bühne gibt es einige Unentschlossene, die mehr interessiert zuschauen als steilzugehen, was soll´s? Trotzdem ein solider Auftritt der Friedhofsghoule, die gut ankommen und gebührend abgefeiert werden. Ein Opener, der Lust auf mehr Leichenfraß macht. Diese Setlist wurde heute gezockt.

Setlist

1. Poetry of Death
2. Necrocult
3. Splattered Body
4. Rotten Death
5. Savage Note of Disease
6. Absolute Dead
7. Violent Beast

Funeral Whore“ fackeln nicht lange und holen sofort die Abrissbirne raus. Die Crowd lässt sich nicht lange bitten und pogt, dass tagsdrauf mit Sicherheit der Statiker kommen muss. Dabei ist der Sound wie schon bei den Ghoulen glasklar. Der Bass drückt angenehm in der Fresse, was ich besonders lobenswert finde. Auch die Performance ist voll Vehemenz und stachelt die Meute an, sich die Kartoffel vom Hals zu schrauben. Die Leads der Gitarristin sind ein wahrer Hörgenuss, mit viel Liebe gespielt, bescheren sie dem Gesamtsound eine dynamische Note.

Die Stimmung wird von Song zu Song ausgelassener unter den Old School Deathern, „Wasteland of Corpses“ wie auch der Grave Coversong „Into the Grave“ lässt die Band immer mehr Fahrt aufnehmen. Kaum, dass die Funeral Whores ihren letzten Song anzukündigen drohen erschallen die ersten Rufe nach einer Zugabe. Die Band kommt der Forderung nach und zockt ganz souverän zwei weitere Grabreden runter. Die Begräbnishuren sind für mich die heimlichen Gewinner des Abends. Der Sound erinnert mich stark an Daniel Ekeroths Compilation CD „Swedish Death Metal“. Brandbombe für die Ohren, Kollateralschaden erfüllt!

 Setlist

1. Step into Damnation
2. I the Messiah
3. The Bitch Died
4. Obedience
5. El Salvador Deathsquad
6. Wasteland of Corpses
7. Faillure of the Sacrifice
8. Pierce my Flesh
9.  Seal the Crow
10. Burried in Hell
11. Into the Grave (cover)
12 .Eternal Genocide

 Als Escarnium die Bühne entern und mit dem ersten Blastbeat die vorderste Reihe niederballern kennt die brutale Hochstimmung keinen Einhalt mehr. Die Band selber lässt sich nicht lumpen und joint die Crowd beim fröhlichen Windmühlenspiel. Welch großartiger Anblick! Escarnium bieten Songs aus ihrer aktuellen Veröffentlichung „Excrutiating Existence“ eine volle Breitseite Death Metal. Die Männer aus dem schönen Brasil zeigt uns allen wo der Frosch die Locken hat. Die wilden Babes schütteln ihr Haar für sie. Es gibt Todesmett!

 Setlist:

1. 731
2. Salvation through Zyklon B
3. Covered in Decadence
4. Death Metal Terror
5. Sself Proclaimed Messiah
6. Dark Clouds Above Hells Fire
7. Excrutiating Existence
8. Nuclear Burial
9. Into the Grave
10. Enfeblement and Iconoclasm

 Fazit: Unglücklicherweise passiert es nicht oft, dass das REVOLT! Old School Death Metal Abende veranstaltet. Umso erfreulicher ist es, dass dieser Tanzabend sehr großen Andrang verzeichnen konnte und nichts weiteres als drei hochkarätige Bands zu bieten hatte, die alle durch die Bank weg zu begeistern wussten. Der Eintrittspreis von 10 Euro ist wie immer sehr fair für ein ein Billing wie dieses. Vor allem darf sich der Veranstalter getrost auf die Fahne schreiben, dass er hiermit erneut ein gutes Händchen für qualitativ hochwertige Jungbands bewiesen hat.

Infos zu den Bands unter:

https://www.facebook.com/GraveyardGhoul

https://www.facebook.com/escarniumdm?ref=ts

http://www.myspace.com/funeralwhore

Infos zu weiteren Veranstaltungen im Bambi Galore:

http://www.bambigalore.de/index.html

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