HASENSCHEISSE mit A-Moll

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J.B.O. sind schuld!! Warum? Woran?
Was haben die denn nun angestellt und was haben die Franken mit Hasenscheisse zu tun?
Mit den Berlinern haben sie nicht direkt zu tun, aber nach ihrer Zusammenstellung von Band die sie beeinflusst haben stieß ich auf Joint Venture, die brachten mich zu Monsters of Liedermaching und seit dem mag ich diesen Scheiß einfach!
Jetzt also Hasenscheisse mit dem dritten Album! Mit „Bernd am Grill“ haben die Jungs schon etwas Airplay bekommen. Der Song müsste eigentlich Stammgast auf jedem Festival Campingplatz sein.
Nun gibt es also 9 neue Stücke der Berliner. Da haben wir auch schon den ersten Kritikpunkt. ZU KURZ! Ganz eindeutig ZU KURZ.
Musikalisch gehen die Jungs quer durch den Garten, mal mixen sie ihrer „Liedermacherei“ etwas Mittelalter bei, manchmal gibt es mit Akkordeon einen leichten Polka Einschlag auf Neudeutsch auch Humpa genannt und manchmal liegt man auf Schlagerkurs. Das Ganze ist jedoch immer so angelegt, dass man nicht weiß, ob die Jungs hier nicht grad wieder ein ganzes Genre verballhornen oder ob sie es ernst meinen wie sie es machen.
Der Start mit „Das unbedingte Ding“ ist in meinen Augen etwas schwach … vielleicht sogar der schwächste Song, weil zumindest bei mir der „Witz“ irgendwo nicht so wirklich zündet. Den Liebesgruß an „a-moll“ find ich hingegen schon sehr amüsant. Vor allem die Stellen bei denen einem vorgeführt wird in welchen Megahits dieser Akkord überall eine tragende Rolle spielt.
Song drei fängt an wie ein typisches Protest Lied richtet sich dann aber eher an diejenigen die sich so langsam auf die 40 zu bewegen. Na, ob die Teenies von heute Bock auf die Probleme von morgen haben. „Kein Bock und Keine Zeit“ ist halt was für alte Knacker!
Dafür können alle Generationen in der nächsten Festival Saison gemeinsam „Ohne Feuerwasser kein Rock ´n´Roll“ mitsingen. Okay, vielleicht müssen wir den jungen Leuten noch erklären wer Harald Juhnke und Shane Mac Gowan sind. Nein? Okay! Auf jeden Fall ein echter Knaller der Song.
Auch „Finde deine Mitte“ hat was. Spiritueller Hokuspokus auf den Punkt gebracht? Oder doch Tipps in allen Lebenslagen?
Kein Auge bleibt sicherlich trocken bei „Der Alte“ der Zwist zwischen dem Weihnachtsmann und dem (Oster)hasen … ein echter Brüller.
Monika“ und „Hätte, hätte, hätte“ find ich jetzt nicht so prickelnd, „So wie der Strauß“ ist dagegen noch ein zumindest textlicher Knaller.

Fazit:

Wenn man gerne über den Tellerrand schaut, sollte man Hasenscheisse eine Chance geben auch wenn bei, Dritten Album nicht jeder Song ein Treffer ist, wobei das bei der Vielschichtigkeit schon ein Problem für sich ist.

[xrr rating=6.5/10]

Release: April 2012
Genre: Liedermaching quer Beet
Label: K.Rotten Records

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