Flogging Molly mit Speed Of Darkness

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In den letzten Tagen erreichten einige Mails die Metalize.Me Redaktion, mit dem Betreff: „Wo bleibt die Besprechung zum neuen Flogging Molly Album?!
Da wir sehr viel Wert auf unsere Leser legen, haben wir uns mit dem Album auseinander gesetzt.
Besser gesagt meine Wenigkeit – Florian.
Flogging Molly sind also zurück. Ihr neustes Werk hört auf den Namen „Speed Of Darkness“ und führt den Hörer / Fan wieder einmal auf eine Kurvenreiche Fahrt mit steilen Klippen und mörderischer Geschwindigkeit.
Beim Vorgänger Album „Float“ tat ich mich selbst sehr schwer. Fand ich den Sound doch sehr gewöhnungsbedürftig. Je öfter man das Album allerdings hört, desto mehr lernt man es zu schätzen.
Nach intensivem Hörgenuss des neuen Albums kommen ich zu zwei Schlüssen:

Einerseits ist das Album ein Meisterwerk der Vielfalt. Von Metalklängen wie dem Titeltrack „Speed Of Darkness“ bis hin zu Cover Nummern. Durchaus gelungen und Abwechslungsreich.
Andererseits könnte man der Band auch vorwerfen, sie würde keine klare Linie finden bzw. anprangern, dass das Album keinen roten Faden besitzt.
Mit ein wenig Einsicht jedoch stellte sich bei mir schon bald die typische „Floggingmanie“ ein, welche jeden Hörer, der sich ausgiebig mit der Band auseinandersetzt irgendwann einmal befallen wird.

Die Band strahlt eine unglaubliche Sympatie auf der Bühne aus, wer in den Genuss eines Club Auftrittes der Band gekommen ist, wird dies bestätigen können.
Wie sich „Speed Of Darkness“ live anhört, wird später sicherlich noch einmal in einen Konzertbericht verpackt.

Das neue Album ist definitiv Rockiger und Schmutziger geworden. „Speed Of Darkness“ erscheint auf dem von Flogging Molly gegründeten BORSTAL BEAT RECORDS und es scheint eine wirkliche Befreiung für die Band zu sein, ihr Ding zu machen.
Die irischen klänge rücken in den Hintergrund und machen Platz für wuchtige E-Gitarren.
Revolution“ ist ein Paradebeispiel für diesen wandel. Der Song erinnert eher an Bruce Springsteen oder Bryan Adams. Bruce Springsteen wäre auf dem Album sicher ein Special Guest gewesen, hat er doch gerade auf dem neuen Dropkick Murpyhs Album bewiesen, das er noch längst nicht im Rockaltersheim sitzt.

Tanzbeine konnten bei Flogging Molly schon immer geschwungen werden. Ein wahrer Beinbrecher verspricht „Don’t Shut Em Down“ zu werden, welcher wahrscheinlich zum Tanzen inspiriert.
Dazu gibt es leichte Rockabilly Einflüsse wie bei „Saints & Sinners“ und auch die obligatorische Ballade darf nicht fehlen. Diese ist auf dem Album in Form von „The Cradle Of Humanjind“ zu finden.

Fazit:
Ein Neuanfang für die Band. Mit dem eigenen Label im Hintergrund hat man das Gefühl, Flogging Molly sind endlich dort angekommen, wo sie hinwollten: Sich selbst Treu sei. „Float“ war der bisherige Höhepunkt der Bandgeschichte, aber der Gipfel ist noch längst nicht erklommen. „Speed Of Darkness“ war ein weiterer Schritt zum Legendenstatus.

[xrr rating=9.0/10]

Tracklist:
01. Speed of Darkness
02. Revolution
03. The Heart of the Sea
04. Don’t Shut ‘Em Down
05. The Power’s Out
06. So Sail On
07. Saints & Sinners
08. Present State of Grace
09. The Cradle of Human Grace
10. Oliver Boy (All of Our Boys)
11. A Prayer For Me in Silence
12. Rise Up

ReleaseDate: 27.05.2011
Label: Borstal Beat Records
Stil: Irish Folk Punk
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.floggingmolly.com

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Florian Franck

Hallo! Ich bin Florian und ich liebe Musik. Ich teile hier mit anderen Schreibern meine persönlichen Interessen und Vorlieben. Ich schreibe nicht nur über Musik, sondern über Themen, die mich bewegen und inspirieren. Nebenbei befasse ich mich auch mit der Aufnahme von Videos und deren Schnitt.