EVERY AVENUE mit Picture Perfect

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Picture Perfect“ ist ein Album, welches mir mit vollständiger Unkenntnis des übrigens Backkataloges von EVERY AVENUE vorgelegt wurde. Ich war somit der Platte gegenüber völlig unbefangen, eine Sache die mir bei verleichbaren Acts wie All Time Low zunehmend schwerer fällt.

Das 2009er Werk der Jungs aus Michigan besticht durch seinen klaren, geradlinigen Sound und die Angewohnheit der Band ohne großes Drumherum zur Sache zu kommen. Angesiedelt, irgendwo zwischen den Gitarren von New Found Glory und dem Feeling von All Time Low sowie durch weicher gemischte Gitarren und eingestreuten Keyboards mit Anklängen von Farewell ist dem geneigten Zuhörer schnell klar worum es geht: Pop-Punk ohne Schnickschnack. So wie es sein soll.

Der erste Song zeigt auch gleich was Every Avenue auf dieser Langspieler besonders gut können: Die Mischung aus sunny Pop-Punk und melancholischem Text, kombiniert mit der charismatischen Stimme des Frontmannes erschaffen bereits beim ersten Song ein Gefühl, was nur All Time Low mit ihrer EP „Put Up Or Shut Up“ und Hit The Lights mit dem Song „Snowbirds and Townies“ bei mir ausgelöst haben. Ganz starker Einstieg in ein starkes Album, soviel möchte ich hier mal verraten. Und ein Chorus der sich gewaschen hat.

Es folgt ein durchweg positives „Mindset“, welches durch einen Ohrwurm-Singalong und interessante Gitarren nach einigen Durchläufen zum Geheimtipp der CD avanciert.

Die folgenden „Tell Me I’m A Wreck“ und „Picture Perfect“ gehören im Anschluss erneut zu den Songs, welche, wie der Opener, Freude mit Melancholie verbinden und durch ihr gelungenes Songwriting und gute Singalongs zeigen, was im Genre steckt. Insbesondere der Titeltrack des Albums ist sehr starkt.
Auf die Länge dieses Reviews rücksich nehmend werde ich nur noch die übrigen Higlights benennen, richtige Ausfälle finden sich auf dieser CD nicht. Nur beim letzten regulären Track „Clumsy Little Heart“ und dem Bonustrack „Until I Get Caught Red-Handed“ ist unklar, warum sie es aufs Album geschafft haben.

Weitere Highligts sind unter anderem die Powerballade „Saying Goodbye“, die erneut mit allem besticht was Pop-Punk kann: Akustikgitarren, Chöre, Singalongs und Teenager-Melancholie, die man als Twentysomething noch lange nicht hinter sich gelassen hat. Auch noch zu erwähnen sind „Girl Like That“ und „I Forgive You“ – insbesondere letzterer Song überzeugt durch seinen Text. Und das nicht mehr aus dem Kopf zu bekomm Gitarrenriff und den Singalong im Chorus. Sehr stark.

Fazit:
Insgesamt gehört Picture Perfect zu einem der besten Pop Punk Alben die ich bis jetzt gehört habe. Sicher, New Found Glory sind rockiger und schneller, sicher, Put Up Or Shut Up (All Time Low) ist ein Klassiker, sicher Yellowcard sind einzigartiger – aber Every Avenue können Songwriting. Wer Farewell mag, wer längst alle Songs von All Time Low und Hit The Lights am ersten Akkord erkennt und wen die stupiden Texte von The Friday Night Boys stören: Dies ist euer Album. Unbeding reinhören wenn es euer Genre ist. Ansonsten auch.

Anspieltipps: Always, Forever ; Mindset ; Picture Perfect ; Saying Goodbye.

Tracklist:
01. Always, Forever
02. Mindset
03. Tell Me I’m A Wreck
04. Picture Perfect
05. Happy The Hard Way
06. Girl Like That
07. Saying Goodbye
08. Finish What We Started
09. I Forgive You
10. The Story Left Untold
11. Clumsy Little Heart
12. Until I Get Caugh Red-Handed
Release-Date: bereits erschienen
Label: Fearless Records
Stil: Pop-Punk
Mehr Infos zur Band unter:
www.everyavenue.net
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