Dropkick Murphys mit Going Out In Style

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Pünktlich zur Einstimmung auf den diesjährigen St. Patrick’s Day veröffentlichen die Dropkick Murphys ihr mittlerweile siebtes Studioalbum. „Going out in Style“ ist damit die Neuerscheinung schlechthin, um sich schon einmal auf die Feierlichkeiten im Pub einzustimmen und warm zu singen.

Die Band bringt auch diesmal wieder mit ihrem energiegeladenem Mix aus Punkrock, Folk-Soul, irischer Seele und amerikanischem Rock n Roll die heimischen Boxen zum Scheppern.

Das Konzept des Albums basiert auf der fiktiven Geschichte des Auswanderers Cornelius Larkin, welche den Hörer begleitet.

Produziert wurde es von Ted Hutt. Auch Verstärkung haben sich die Bostoner beim Einspielen des Albums geholt: Mitmischen durften diesmal Fat Mike von NOFX, Chris Cheney von The Living End und Lenny Clarke von Rescue Me, Pat Lynch von James’s dad!

Und kein geringerer als der Boss Bruce Springsteen höchstpersönlich hat den Bostoner Rabauken lautstark bei dem Cover von ‚Peg o‘ My Heart‘ zur Seite gestanden.

Ohne Intro geht es auch gleich in guter alter Murphys-Tradition richtig los: Schon die ersten Takte von ‚Hang Em High‚ wecken das Bedürfnis sich einmal wieder gepflegt in den Moshpit zu werfen.
Der Track ‚Going out in Style‚ ist eine Murphys-Hymne á la ‚Kiss me I’m shitfaced‘, bei dem man sich im Geiste schon mit den Jungs zusammen auf der Bühne singen und tanzen sieht – ein definitiver Anwärter für die Aufnahme in die Playlist für geselligen Gruppen-Gröhlgesang zur späteren Stunde.
Memorial Day‚ ist eine melodische Kampfansage mit Schenkelklopfer-Qualitäten. Der Song ist eine Mischung aus Banjogezupfe, irischer Flötenmusik und dem Puma Hardchorus. Der Song macht eher Lust die Maultrommel auszupacken als jemand aufs Maul zu trommeln.
Übertrumpft wird er in dieser Hinsicht nur von dem akkustiklastigem Stück ‚Take Em Down‘, meinem momentanen Favourite.

Doch keine Sorge, Fans der alten Punk und Skin-Riege kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Mit ‚Climbing A Chair To Bed‚ ist ein mutmachender Arschtreter mit an Bord, der sich prima als Soundtrack zum alltäglichen Kampf durch überfüllte öffentliche Verkehrsmittel oder die Fußgängerzonen eignet.
Und mit ‚Deeds Not Words‚ ist auch der obligatirisch punkige Dudelsack-Gassenhauer vertreten.
Aber auch besinnlicheres ist auf der neuen CD zu finden: ‚The Hardest Mile‚ zum Beispiel ist ein vergleichsweise ruhiges Männerduett mit Chor und auch ‚Cruel‚ lädt zum melancholischen Schunkeln ein. Und das wehmütige Kriegslied ‚Broken Hymns‘ treibt dem Hörer einen patriotischen Kloß in die Kehle. Insgesamt legen die Murphys bei diesem Album weniger Wert auf den Einsatz von E-Gitarren als in den alten Zeiten und greifen stattdessen des öfteren zum Banjo oder zur Mundharmonika.

Fazit:
Doch das tut der Qualität des Albums keinen Abbruch: Neueinsteiger wie alteingesottene Murphys Fans können sich getrost die Scheibe für den Heimgebrauch sichern und sich damit für die bevorstehenden Live-Auftritte der Jungs wappnen. Denn auf die Deutschland-Tour der Dropkicks im Frühjahr diesen Jahres kann man sich jetzt schon freuen.
Am besten lässt sich der erste Eindruck von dem neuen Album ‚Going out in Style‚ mit dem Worten des Murphys Sängers Al Barr selbst zusammenfassen: „It’s all about family and friends for us. No bullshit here….we don’t like to convolute things.”

Tracklist:

  1. Hang Em High
  2. Going Out In Style (featuring guest vocals from Fat Mike (NOFX), Chris Cheney (The Living End) and Lenny Clarke (Rescue Me)
  3. The Hardest Mile
  4.  Cruel
  5. Memorial Day
  6. Climbing A Chair To Bed
  7. Broken Hymns
  8. Deeds Not Words
  9. Take Em Down
  10. Sunday Hardcore Matinee
  11. 1953 Peg
  12. O’ My Heart (featuring guest vocals from Bruce Springsteen)
  13. The Irish Rover (featuring guest vocals from Pat Lynch (James’s dad!)

Release Date: 25.02.2011
Label: Make My Day Rec
Stil: Irish Folk Punk/Rock

Mehr Infos zu den Dropkick Murphys:

www.dropkickmurphys.com

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