ULVERHEIM mit NÄR DIMMAN LÄTAR

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Da hat sich doch der Ex-Gitarrist von Thornium gedacht „Hey, warum mache ich nicht mal ein Black Metal Projekt und hole mir Verstärkung?“ Mit Verstärkung ist Thorniums ehemalige Bassistin Kali Ma gemeint. Zwei Individuen und ein Ziel, ein möglichst klassisches Black Metal Album zu kreieren, das in die Kerbe von Carpathian Forest und Satyricon schlägt. Heraus kommt eine Platte mit dem Namen „När Dimman Lättar“, welches uns 51 Minuten lang Schwarzkunst um die Ohren haut.

Der Opener „Allting är dött“ hackt mit rollender Doublebase und sägendem Gitarrensound den Kopf des geneigten Hörers in Scheibchen, dabei werden die Scheibchen nochmals mit einigen auflockernden Blasts klein geschnibbelt. Ziemlich norwegisch präsentieren sich die Schweden hier, was vor allem am Riffing liegt, das dem klassischen Black Metal, wie wir ihn von der alten Schule kennen, abgekupfert zu sein scheint. Der Song „Terror“ gibt mit stampfendem Schlagzeug die Marschrichtung vor und präsentiert sich rotzig und rockig (wiederholt von den diversen Basseinstiegen von Kali Ma unterstrichen). „Terror“ gehört zu den eingängigen Songs, der länger im Kopf des Hörers bleibt. Daran ist die Melodie in der Mitte des Songs nicht ganz unschuldig. Allgemein sind einige hörenswerte Solos in den Liedern eingebaut, wie z.B. in „Bomberna faller“ (mein Fave).

Der Gesang geht total klar und ist genretypisch, geht aber auch mal in die tieferen Regionen, wodurch die Songs ein gutes Stück an Dynamik gewinnen. Die Tracks sind zum Stimmungsaufbau mit kleinen Intros abgerundet worden, um ein gewisses Maß an dichter Atmosphäre zu erzeugen (was gut funktioniert). Der Titelsong „När Dimman Lättar“ vereinigt alle Eigenschaften von Ulverheim, welche sich in jedem anderen Song wiederfinden lassen.

Dabei zeigt Ulverheim (Bandkopf), dass er ein Händchen für überdurchschnittliches Songwriting hat. Er schafft es allerdings nicht den Hörer ununterbrochen bei Laune zu halten. Es bleibt immer wieder der fade Beigeschmack von „irgendwo schon einmal gehört“ zurück. Ohne Zweifel kann man dem Herren (und der Dame) nicht verübeln sich aus der Black Metal Grabbelkiste bedient zu haben, ein wenig mehr Individualität wäre trotzdem wünschenswert und auch möglich gewesen.

Fazit:
Das Gesamtbild zeigt mir allerdings, wie oben genannt, ein überdurchschnittliches Album, das man sich hin und wieder gerne mal auf den Plattenteller wirft und das sicherlich auch den Liebhaber schwarzmetallischer Kunst begeistern kann.

[xrr rating=7.0/10]

Trackliste:

  1. Allting är dött 06:07
  2. Rop från de döda 05:21
  3. Terror 04:43
  4. När dimman lättar 06:10
  5. Levande begravd 05:21
  6. Arkebusering 04:10
  7. Dödens väg 05:07
  8. Bomberna faller 04:36
  9. Pest 09:29

Label:  Soulseller Records
Release: bereits erschienen
Genre: Black Metal
Mehr Infos zur Band unter: 
https://www.facebook.com/Ulverheim?sk=wall

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