TRIXTER mit New Audio Machine

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Wenn man ehrlich ist muss man zugeben, dass Trixter wohl eher zur Zweiten Garde der Sleaze/ Glam Szene zählten.

Sicher hatte auch die Truppe um Pete Loran (vocals) ein paar Single Hits gehabt und das Debüt verkaufte sich in den USA sehr ordentlich. Doch mit der einsetzenden Grungewelle war es um Trixter geschehen!
Wann ist eine Reunion denn eigentlich eine Reunion? Pete hat mit Steve Brown (ab 1983), PJ Farley (ab 1988) und Mark Scott (ab 1984). Die Truppe zusammen, die mit “Trixter” in den Bilboardcharts immerhin bis auf Platz 28 vorstieß.
Wie zu lesen ist, waren die Musiker über die ganze Zeit immer aktiv und landen nun bei Frontiers Records.
Zwei Fragen gilt es zu beantworten, die sehr nah miteinander verbunden sind. Versuchen Trixter die Vergangenheit einzufangen und auf den Retro Zug aufzuspringen, was unter Umständen bedeuten kann, dass man mal wieder zu spätkommt oder schaffen es die Jungs Trixter ins neue Jahrtausend zu bringen und Vergangenheit und Neuzeit zu verbinden.
Ich denke zweites! Trixter Anno 2012 fußen immer noch wie 1990 auf AC/DC meets Def Leppard meets Mötley Crüe und vielleicht treffen sie auch noch auf Aerosmith zu „Pump“ Zeiten. Auf der anderen Seite sind die Songs etwas härter, nicht so poppig produziert wie zu den Zeiten als man mit dem Sound noch Charts stürmen und Millionen verdienen konnte. Das steht ihnen nicht schlecht zu Gesicht, wobei sie es dann auch noch schaffen dem Ganzen einen modernen Anstrich zu geben.

Ich muss sagen, ich bin überrascht. Ich hatte nicht viel erwartet. Klar, Pete hat eine angenehme Stimme, die auch Hörern die nicht auf Vince Neil, Marc Slaughter oder Davy Vain stehen gefallen wird. Aber mehr als angenehme Songs hab ich nicht erwartet.
Drag me Down“ bietet ein typisches Akustik Intro (1990 würde auf dem MTV Video ein einsamer Klampfer durch die Wüste gehen.), wechselt dann in einen druckvollen Rocksong, bei dem sich der ein oder andere vielleicht am „Nanana“ stören wird. Mich stört es nicht, weil es halt zum Hair Metal gehörte und gehört. Ähnlich ziehen es Trixter dann auch bei „Get it on“, „Machine“ und „Dirty Love“ durch mal etwas mehr Richtung Def Leppard tendierend mit diesen leicht süßlichen Refrains, mal etwas kantiger in Richtung Mötley Crüe!
Die erste Ballade „Live For the Day“ bietet dann Zeit etwas durchzuschnaufen. Auch hier muss man wieder sagen „typisch“ ohne die ganz große Überraschung. Solche Balladen gab es in den 80´ern und 90´ern zu Hauf. Trotzdem verfehlen sie auch heute ihre Wirkung nicht. Zurücklegen … genießen!

„wooouuuu woooo uuuh – Heyyyy heeyyyy“ Klar auch solche Parts dürfen einem solchen Album nicht fehlen. „Ride“ beginnt mit eben solchen Teilen! Auch hier beeindruckt das Gefühl für Melodie und das hervorragende Gitarrenspiel. Leider fehlt es dem Song etwas an dem Druck der die ersten Songs noch auf eine höhere Stufe katapultierte.
Dann wird es bluesig und das bekommt der Platte nicht gut „Physical Attraktion“ zieht sich wie Kaugummi.
Tattoos and Misery“ haut dann aber wieder so einen Refrain raus, den man lieben muss, vorausgesetzt … man mag diese Musik.
So liebe Hair Rocker und Sleaze Metaler, euch fehlt es noch an klebrigen Süßkram? Bitte sehr! „The coolest Thing“ ist so eine schön klebrige Power Ballade! Sitz, wackelt und passt …! Nach nicht mal 2 Minuten sitzt der Rezensent an seinem Rechner und singt mit „Yoouuuuuuu, youuu´re the cooolist Thing…“. Da ich kein ausgebildeter Sänger bin, fühlt sich Nachbars Katze bei zweiten oooouuuu bewogen mit zu singen.
Was dmem Song nicht gut tut (aber dafür kann die Band ja nichts),aber tierisch Spaß macht.

Nach einem kleinen Hänger geben Pete Loran und seine Jungs dann nochmal kräftig Gas! Ja, ich weiß mit Rock ´n´Roll will „Save your Soul“ verdient man keine lyrischen Preise! Wollen wir das? Nein, Wollen wir Songs bei denen man schon die Menschenmenge in der Halle auf und ab wabern sieht? Yes! Genau das passiert mir bei dem Song! Eigentlich kann ich es gar nicht erwarten den Song live zu sehen.
Abschließend gibt es noch „Walk With A Stranger“. Auch hier gibt es keine Originalitätspreise zu gewinnen. Aber Melodien die sich einbrennen!

Fazit:
Trixter sind zurück mit einem Haufen guter mitreißender Songs, die weder Originalitätspreise gewinnen, noch irgendwie in die Top 20 der Glam n Sleaze Songs vorstoßen. Aber, die Songs versprühen einfach gute Laune, Rock´n´Roll Feeling!

[xrr rating=8/10]

Trackliste:

1.Drag Me Down
2.Get It On
3.Dirty Love
4.Machine
5.Live For The Day
6.Ride
7.Physical Attraction
8.Tattoos & Misery
9.The Coolest Thing
10.Save Your Soul
11.Walk With A Stranger

Release: 20.04.2012
Genre: Hard Rock/ Hair Metal
Label: Frontiers Recors

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