SHINEDOWN mit Amaryllis

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Soll ich mich zuerst über Worttuning auslassen, oder über die geballte Begeisterung die diese Scheibe bei mir ausgelöst hat. Ganz ehrlich, bei so einer Scheibe darüber zu grübeln, warum man in dieser Szene ständig neue Begriffe und Genrebeschreibungen sucht wäre Blödsinn.

Mittlerweile ist es mir auch so was von einerlei was danach kommt. Kommt nach Grunge und Post Grunge demnächst DHL Grunge oder doch E-Mail Grunge oder wird es zum New Post Grunge. Es ist mir völlig egal wie die das Kindchen nun nennen, mit Amaryllis werden Shinedown ganz weit nach oben in der Szene schnellen.

Insider wissen das und haben es vorausgesehen als „Sound of Madness“ hier im Lande erschien. Jetzt sind Shinedown bei Roadrunner Records gelandet und das ist schon fast ein Fingerzeig, dass es auf der Erfolgsleiter weiter aufwärts geht. Denn irgendwie haben Roadrunner immer den Finger am Puls der Zeit und ein Gespür dafür, welche gute Band als nächstes durchstarten wird.
Ich zitiere mal einen guten Freund von mir, der zu einer anderen Scheibe sagte bzw. schrieb, dass diese Bands das sind, was in den 80´ern Ratt, Mötley Crüe und Co waren.

Shinedown ist wie Alter Bridge und viele andere vielleicht die Zukunft der großen Festivals. Musik die grade modern ist, die aber auf der anderen Seite schon jetzt diesen Hauch Zeitlosigkeit versprüht.
Zum Opener „Adrenalin“ kann man mit 20 noch abrocken wie mit 40 und wenn man noch in der Lage ist mit 60 oder 80! Zeitlos!! Der Song geht, ob man will oder nicht direkt ins Blut und ins Bein. Ein Straighter Rocker, der mich schnell ergreift und nicht wieder loslässt.
Die erste Single „Bully“ zeigt die Stärke der Band ganz klar auf. Die Mischung zwischen ruhigeren und druckvollen Teilen ist absolut perfekt und es gibt das was ich so lange vermisst habe. Geile Refrains, die nicht nur aus drei oder vier Worten zusammengezimmert wurden, sondern die einen Flow besitzen. „Bully“ ein echter Hammer. Das Gleiche gilt für den Titelsong „Amaryllis“! Sitzt, passt, wackelt und hat Luft.
Verblüffend wie es die Band ein ums andere Mal schafft Songs auszupacken die Power und Gefühl, schnell und langsam, hart und soft fast schon genial vereinen.

Ich gebe es zu, ich bin immer ganz Vorsichtig wenn es um die Begriffe Alternativ oder Grunge geht. Irgendwie haben mich zuviele Bands dieser Genres verschreckt. Erstere waren mir in vielen Fällen zu langweilig. Ein Genre, bei dem jede Band meinte die Musikindustrie zu verfluchen und einfach nur gegen den Mainstream anzurocken, obwohl sie voll in der Flut saßen. Grunge ? Auch wenn die Welt nicht nur rosa Zuckerguss ist, es ist nicht alles mies, dass man tottraurig durch die Gegend stapfen musste.
Beide Genres werden öfter in einem Satz mit Shinedown genannt und treffen so überhaupt nicht zu. Ich würde das Ganze einfach als druckvollen Heavy Rock bezeichnen, der sowohl demjenigen gefallen wird, der auf moderne Rockmusik steht, wie auch der Generation die mit Whitesnake, Aerosmith oder später Ratt, Dokken und Co groß geworden ist.
Ich weiß wirklich nicht, wie ich meine Begeisterung für die Scheibe in Worte fassen soll! Vielleicht so viel … Ich hab mir nicht nur den fertigen Tonträger bestellt, sondern gleich den Vorgänger mit!

Fazit
:
Geile Band, geile Scheibe bei der sich Hit an Hit reiht und bei der ich die Höchstnote nur nicht ziehe, weil ich so oft gelesen habe, dass der Vorgänger „Songs of Madness“ noch besser sein soll! EIN HAMMERALBUM

[xrr rating=9/10]

1. Adrenaline

2. Bully

3. Amaryllis

4. Unity

5. Enemies

6. I’m Not Alright

7. Nowhere Kids

8. Miracle

9. I’ll Follow You

10. For My Sake

11. My Name (Wearing Me Out)

12. Through The Ghost

Release: März 2012
Label: Roadrunner
Genre: Hard Rock / Alternativ/ Post Grunge

Mehr Infos zur Band:
https://www.shinedown.com/

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