SCREAMER mit Phoenix

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Es ist vielleicht drei oder vier Jahre her, als die erste kleine Vorabwelle mit 80’er Retro Bands in die Szene geschwemmt wurde. Es klingt immer noch in meinen Ohren: „Das ist nur für die, die ihre Jugend suchen, die ihre Midlifecrisis verdrängen wollen etc.“ Mittlerweile boomt es gewaltig im Vintage-Wald. Sowohl die 70’er Hard Rocker als auch die 80’er Metal Bands stehen immer wieder Pate und sorgen im Underground für massig Wirbel.

Auch Screamer gehören in die Riege der Bands, die einfach nur Heavy Metal spielen wollen.

Da wo die Helden, denen sie nacheifern mittlerweile abgeklärt und professionell zu Werke gehen, sprühen hier die Funken Spielfreude, Spaß an der Musik und Unbekümmertheit stehen im Mittelpunkt.

Mit „Demon Rider“ und „No Regrets“ sowie dem flotten Slavegrinder gehen die Schweden auf „Phoenix“ in Stile früher NWOBHM – Bands in die Vollen. Die zweistimmigen Gitarrenläufe erinnern natürlich an Iron Maiden. Und auch einige Chöre z.B. bei „Far Away From Home“ erinnern an das Schlachtross der Metalszene.

Screamer schaffen es, die guten Ansätze des umjubelten Debüts aufzugreifen und weiter an sich zu feilen. „Phoenix“ ist breiter aufgestellt. Mit den beiden 6 Minuten „No Sleep Till Hamilton“ (langsamer und groovender als der Start der Scheibe), „Mr. Noman“ (balladesk gefühlvoll) und dem fast siebeneinhalb Minüter „Lady Of The River“ kommt ein hohes Maß an Abwechslung in die Scheibe. Screamer sind nicht irgendeine weitere Band, die nur den alten Tagen nachtrauert. Sie sind eine Band, die der alten Zeit neues Leben einhaucht und den guten alten Heavy Metal ins Jahr 2013 transportiert.

Fazit:
Phoenix ist weit davon entfernt ein Klassiker zu sein, aber es ist ein Album, dass einfach höllisch viel Spaß bereitet.

SCREAMER mit Phoenix Cover[xrr rating=7.5/10]
Release: Februar 2013
Label: High Roller Records
Genre: Heavy Metal

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