RAGE mit 21

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Mit „21“ stellen die unkaputtbaren RAGE ihr, oh Wunder, 21igstes Studioalbum vor und liefern geballte Power, die ein paar geile Songs bereit hält, eigentlich keinen Durchhänger aber auch keine Erneuerung.


Nach einem Intro folgt mit „Twenty One“ direkt der Titelsong der Scheibe und erweist sich als typsicher RAGE Song der letzten Jahre. Da Victor seinen eigenen Stil hat, hört man diesen natürlich heraus und so bekommen manche Songs eben stark dessen Stempel aufgedrückt, wie das eben auf den letzten Scheiben schon immer war. Die alten typischen RAGE Trademarks, sozusagen die Prä-Victor-Ära, kommen dann am besten bei Songs wie „Forever Dead“ oder „Destiny“ zur Geltung, die einen sau geilen Refrain haben und dadurch wirklich an ältere Machwerke erinnern.

Mit „Serial Killer“ oder auch „Psycho Terror“ (mit einem leicht nervigen Doctor Doctor please Refrain), haben sich aber auch mittelprächtige Songs ins Album gemogelt. Ich persönlich mochte RAGE am meisten eben in den 90igern und finde die letzten Alben wie auch dieses hier nicht schlecht, aber bis auf ein paar Songs auch nicht sonderlich spektakulär, was aber auch daran liegen mag, dass ich weniger der Frickel-Freund oder Technik Freak bin, sondern einfach auf straighte Songs mit guten Hooklines stehe. Klar, das Album ballert richtig stark nach vorne los, setzt voll auf Power ohne die Klassik Einflüsse, Peavys zeitweises Growlen kann man auch ertragen (meiner Meinung nach passt growlen bei bestimmten Musikarten, aber zum Stilmix wie z.B. auch Barney bei VOLBEAT ansetzte passt das wie Erdbeermarmelade zu Leberwurst: Beides für sich zu seinem Zeitpunkt gut, zusammen möchte man die Vorstellung nicht haben), doch ich kann offen zugeben: Ohne Peavy und dessen Handschrift in den Songs wären RAGE für mich schon lange keine Band mehr, auf die ich noch hören würde.

Fazit:

Wie auch die letzten Alben von RAGE ist dies kein schlechtes Album, aber auch kein Höhenausflug. Wer die letzten RAGE Jahre mochte, wird dieses Album auch mögen, wer die früheren RAGE mochte, wird ein paar Songs mögen und wer RAGE noch nie mochte, der wird auch dieses Album liegen lassen.

[xrr rating=6/10]

Trackliste:
1. House Wins
2. Twenty ONe
3. Forever Dead
4. Feel My Pain
5. Serial Killer
6. Psycho Terror
7. Destiny
8. Death Romantic
9. Black And White
10. Concrete Wall
11. Eternally

Line-Up:

Peavy Wagner – Vocals, Bass
Victor Smolski – Guitar
Andre Hilgers – Drums

Releasedate: bereits erschienen
Label: Nuclear Blast
Genre: Heavy Metal
Infos: www.rage-on.de

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