PUTERAEON mit Cult Cthulhu

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Die Schweden Puteraeon waren fleißig und haben nur ein Jahr nach ihrem starken Debüt The Esoteric Order, das mit kompromisslosem, klassischem Deathmetal absolut zu überzeugen wusste, bereits ihr zweites Langeisen vollendet.

In exakt dieselbe Kerbe schlägt Cult Cthulhu erfreulicherweise auch, und wie! Mit schier unglaublicher Wucht! Andy LaRocque (King Diamond, Ex-Death), der schon für das Debüt einen prächtigen Sound gezimmert hatte, ist hier ein noch gewaltigerer Klangkoloss gelungen, der die wütende Erbarmungslosigkeit der Kompositionen exzellent in Szene setzt.
Nach einminütiger Intro-Melodie bricht im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los! Ein Feuerhagel rast hernieder, die Erde erzittert, umgedrehte Kreuze werden mit aller Macht ungespitzt in den Boden gerammt und durch Jonas Lindbloods bösartiges Organ erklingt der jahrtausendealte Zorn des Teufels! Vor diesem unversehens entfesselten Höllensturm gibt es kein Entrinnen, die Hitze schält mir die Haut vom Gesicht, reißt mir das Fleisch von den Knochen und kocht meine Eingeweide bis sie platzen! Einfach großartig, mit welch unerbittlicher Konsequenz Puteraeon zu Werke gehen! Cult Cthulhu klingt so entschlossen böse, krank, brutal, erdrückend und ultra-heavy, dass es für jeden Oldschool Deathmetaller die reine Freude sein muss.

Natürlich ist das alles nicht neu, aber die Mischung aus alten Entombed, Dismember, Grave und Edge of Sanity, eingepackt in ein modernes Soundgewand, macht einfach Riesenspaß! Man hört, dass das Quartett aus Alingsås, Südschweden, schon Erfahrung in einigen anderen Bands sammeln konnte, sich aber auch der Qualität des Songmaterials bewusst war und das vorliegende Werk entsprechend selbstbewusst, fokussiert und motiviert eingespielt hat. Denn das Niveau der Songs ist durchgängig hoch, von Raserei über Up- und Midtempo bis hin zu getragenem Tempo im Rausschmeißer Liberation ist alles dabei und das gebotene Material daher immer abwechslungsreich und interessant, auch wenn ja eigentlich nur die Oldschool-Keule geschwungen wird. Wenn diese aber niederkracht, wie in diesem Fall, hinterlässt sie allerdings einen erschütternden Eindruck, und das verdient Respekt!

Fazit:
Der typisch schwedische Deathmetal-Sound der frühen 90er-Jahre wurde von Puteraeon einmal mehr sehr gelungen eingefangen und mit einer modernen, fetten Produktion veredelt. Wer The Esoteric Order mochte, wird Cult Cthulu lieben!

[xrr rating=8.0/10]

Tracklist:

1. The Great Epidemic of 1846
2. Children of Dagon
3. The Azathoth Cycle
4. Shoggoth
5. Flesh Architect
6. In the Vault
7. Conlaceratus
8. Walking With Shadows
9. Shapeshifter
10. A Bolt From the Grave
11. Liberation

Releasedate: 1.6.2012
Label: Cyclone Empire
Genre: Death Metal
Mehr Infos zur Band unter:

www.puteraeon.com

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