PHOENIX RISING / FIRE & ASHES mit MMXII

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Na ihr Sonnenanbeter, ist der nächste Urlaub unter spanischer Sonne gebucht? Dann habt ihr ja sicherlich auch schon gemerkt was sich so im Underground des spanischen Metal tut. Oder gehört ihr zu der Bande die niemals – oder höchstens zum Bundesliga schauen das Hotel verlassen. Selbst Schuld! Ich lasse meinen Touristen Bunker immer gerne im Stich und schau mich nach einschlägigen Rock und Metal Kneipen um. Endlich normale Leute treffen und bei guter Musik – anstelle von grausamen Hotelevents – ein paar Cerveza schlürfen. In diesen Läden findet man dann häufiger die Bands, die einfach Spaß haben Musik zu machen und für ein paar Getränke losrocken.


Da man hier selten Eintritt bezahlt und einfach ein paar Getränke nimmt haben die Menschen im Publikum auch Spaß und spielen nicht immer die Musiker Polizei, die nur darauf wartet, dass sich jemand verspielt. Die meisten Bands singen aber in spanischer Sprache , aber selbst das nimmt der open Minded Touri nicht so ernst.

International kann man damit in der Rock Szene nichts holen, ist halt kein Summerfeeling Rock! Phoenix Rising / Fire & Ashes waren bis vor kurzem noch unter dem Namen Quinta Emienda unterwegs und sangen auch ebenfalls spanisch.
Jetzt versucht man sich auf Englisch und … ich hab schon schlechteres Englisch gehört, man sollte berücksichtigen, dass die Spanier, die nicht in Urlaubsorten leben kein Englisch sprechen.

Anders als in Deutschland wird dem Fünfer jedoch keiner einen Vorwurf machen, dass da etwas Akzent drin steckt. (Wer Interesse an der spanischen Version hat, sollte sich die Ltd. Edition holen, wo man die neuen Songs auch in Spanisch als Bonus CD bekommt).
Bei MMXII bin ich etwas hin und hergerissen, weil ich natürlich weiß, dass die Spanier ganz anders ticken als wir Deutschen. Wer schon mal erlebt hat mit welcher Begeisterung dieses Volk eine völlig schräge AC/DC Coverversion abfeiert und aus einem normalen Solo ein Weltwunder macht, der wunder sich nicht, dass Phoenix Rising… den Power Metal nicht neu erfinden und das sie auch einen gehörigen Hang dazu haben, es mit Schmalz oder Bombast ein wenig zu übertreiben.
Dabei schaffen sie es jedoch, anders als unsere Urlaubsgastgeber aus dem Stiefelland nicht ganz so kitschig verspielt daher zu kommen.
Also keine Rhapsody (of Fire) Nachfolger.

Fazit:
MMXII ist eine wirklich ordentliche Power Metal Scheibe auf der es mit dem Pomp und Bombast manchmal bis hart an die Grenze zur Übertreibung geht. Produktion, Gesang, Aufnahme und Songs an sich sind qualitativ im oberen Bereich. Zu Jubelstürmen fehlen aber Songs die so richtig herausstechen.

[xrr rating=6.5/10]

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