PE SCHOROWSKY mit „Dreck und Seelenbrokat“

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Da kommt der PE SCHOROWSKY daher, haut mit „Dreck und Seelenbrokat“ mal schnell sein Soloalbum raus, hat so gut wie keine Parallelen zu seiner alten Band, singt auch noch selbst und sorgt einfach nur für gute Laune. Unfuckingfassbar.

Die Trommelstöcke mal kurz gegen ein Mikro getauscht und dann noch alle 12 Songs selber geschrieben. Was hat den PE da nur geritten? Egal was es war, gut dass es passiert ist denn diese Scheibe macht einfach nur Bock und ist so erfreulich anders und total unerwartet und wächst mit jedem Durchlauf. Zugegeben, man muss sich echt zuerst dran gewöhnen, denn Onkelz Anleihen sind echt nur ganz rar, wie z.B. im Refrain von „Alte Welt“ und PE hat eine eigene Art zu singen und von der Stimmlage könnte ich am ehesten Parallelen zu Bela B. ziehen, aber auch hier nur dezent.

Hört‘s euch einfach an und merkt selbst, direkt der Opener „Nur noch n Tag“ versprüht geiles punkiges sonniges Flair mit einem schönen leicht ironischen Text. Und von diesem Kaliber gibt’s so einige zu bestaunen.

Nehmt euch z.B. „Schrottplatz deiner Seele“ mit einem „nanana“ der wie der fröhliche Gegenpart von „Ihr hättet es wissen müssen“ daher kommt oder „Viel zu schön“, mit seinem geilen Teenie Text. Wer hier keine gute Sommerlaune bekommt, dem ist leider nicht mehr zu helfen.

Pe Schorowsky Presse © Pressefreigabe
Lest bei uns auch das Interview mit PE SCHOROWSKY

Ein Experiment hat sich mit „Geist“ auch eingeschlichen, ein bissl Western Style und erinnert daher entfernt an frühere D:A:D Songs. „Opfer“ ist ebenso ein Stück anders, hat ein paar W Parallelen, ist langsamer und ernster, aber gut gemacht.
Es wäre aber auch zu krass gewesen, wenn jetzt alle diese Songs von diesem Kaliber wären.

Splitter“ z.B. könnte auch von oder für Herrn Weidner sein und gefällt mir persönlich nicht ganz so gut. Ebenso „Schweinekarre“ oder „Kein Blitz“,  die zwar bestimmt keine schlechten Songs sind, gegenüber den eben genannten aber für mich eher belangloser sind.

Doch Songs wie „Nachschlag“ mit der geilen Textzeile „…und wegen der Verwandtschaft ein Nachschlag für den besten Chor“ oder der abschließende „Nordpol“ reißen das ganze aber schnell wieder raus.

 

Fazit:
Damit hätte jetzt wirklich keiner gerechnet und für mich eine der coolsten Überraschungen des Jahres 2012 und definitiv wert angetestet und mehrfach gehört zu werden. Gebt diesem Album ne Chance, lasst es wachsen und erfreut euch daran.

8 / 10 Punkten

Tracklist:

1. Nur noch n Tag
2. Farben deines Ich’s
3. Alte Welt
4. Nachschlag
5. Schweinekarre
6. Kein Blitz
7. Splitter
8. Schrottplatz deiner Seele
9. Geist
10. Viel zu schön
11. Opfer
12. Nordpol

Release: 31.08.2012
Label:
Sinfix
Genre:
Punk

Mehr Infos: www.sinfin-rox.de

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