PATHFINDER mit Fifth Element

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Der neuste Streich der sechs gutaussehenden Symphonic-Metaller PATHFINDER, welcher den Titel „Fifth Element“ trägt, steht ab sofort in den Ladenregalen.
Schon das Artwork der CD verrät es: Hier haben wir es mit einer waschechten Genre-Band zu tun. Der typische verschnörkelte Bandname, rechts und links von Drachen flankiert und darunter so scheint es, ein Magier, der im Weltall eine brennende Kugel in den Händen hält. Ich muss schon sagen, mir gefallen ja solche CD-Covers sehr.

Was das Cover bereits erahnen lässt, spiegelt sich auch in der Musik wieder.
Die Polen verstehen es wirklich Symphonic-Metal im Stil von Dragonforce etc. zu machen. Schon das Intro „Ventus Ignis Terra Aqua“ weist darauf hin. Spachpassagen unterlegt mit fantastischen Klängen. Hier erfinden PATHFINDER nichts neu, sondern greifen auf Altbekanntes zurück, was aber nicht weiter schlimm ist, schließlich hat jede Symphonic-/Powermetalband, die etwas auf sich hält, solch ein Intro.
Der Titeltrack der Platte „Fifth Element“ schließt nahtlos an das Intro an. Die Doublebass scheint bei diesem Track gar nicht mehr stillstehen zu wollen und auch die Gitarren geben richtig Gas. Richtig gut gefallen mir die Vocals des Sängers Simon Kostro, sein Gesangsspektrum ist für einen Mann schon wirklich beeindruckend, finde ich. Egal ob Screams, Clear Parts oder hymnenartiger Chorgesang, er scheint alles spielend auf die Kette zu bekommen, sogar die richtig hohen Tonlagen.
Als nächstes auf der Trackliste steht ein Song, der eine eingängige Melodie und Mitsingcharakter besitzt. Ich würde „Ready To Die Between Stars“ mal wieder als Powermetalhymne bezeichnen… schon allein aufgrund des Textes und der Melodie des Refrains, denn hier heißt es: „Deep inside of our hearts beat sounds of heavy metal, we are ready to die between stars, join the army of light and never be forgotten, we are ready to strike…“
Also Leute, hoch das Methorn und mitgesungen!
Das folgende Stück handelt von einem lang ersehnten Menschheitstraum: „The Day When I Turn Back Time“ ist ein typischer Genresong, schnelle stakkotoartige Gitarrenriffs gepaart mit rotziger Doublebass….
Ob „Chronokinesis“ (die Kraft die Zeit mittels des menschlichen Geistes zu kontrollieren) möglich ist oder nicht, darüber lässt sich wohl streiten… sicher ist aber, dass der Song richtig fetzt! Hier haben wir es wieder mit einem Song ähnlich wie „Ready To Die Between Stars“ zu tun, dieses Mal ist es aber der weibliche Gesang der Sopranistin, der dem Ganzen seinen speziellen fantastischen Klang verleiht.
„March To The Darkest Horizon“ und „Elemental Power“ reihen sich mit bombastischen Elementen, gescreamten Parts und fetzigen Gitarren genauso perfekt in die Trackliste ein wie die Ballade „Ying Yang“, welche ein Duett des Sängers Simon mit der vorher schon angesprochenen Sopransängerin bildet.
In „Ad Futuram Rei Memoriam“ und „When The Sunrise Breaks The Darkness“ steht wieder das Tempo ganz klar im Vordergrund. Gesang sowie Gitarre und Schlagzeug preschen nach vorne und scheinen unaufhaltsam in Richtung Refrain zu rocken, so mag man das!
Wenn ein Silberling ein Intro besitzt, so ist es nur nachvollziehbar wenn am Ende der Platte auch ein Outro steht, das hat man jedoch bei den wenigsten CDs und sowas ist meiner Meinung nach sehr angenehm um die Scheibe formvollendet abzuschließen.

Nach dem choralen Outro „Vita“ ist jedoch wider Erwarten noch nicht Schluss, ganz am Ende steht noch das Bonusstück. Das „Lustige“ daran ist, dass es zwei verschiedene Ausführungen der CD gibt. D.h. es gibt für Europa einen anderen Bonussong als für Japan. Für uns hat die Band den Coversong „Spartakus And The Sun Beneath The Sea“ bereitgestellt, der noch einmal die transportierte Stimmung der gesamten CD wiederspiegelt und den Zuhörer noch einmal seine „Lauschlappen“ spitzen lässt.
Für die japanischen Pfadfinderfans gibt es ebenfalls ein Cover auf die Ohren, das den Titel „If I Could Turn Back Time“ trägt. Warum die Band unterschiedliche Bonussongs auf die Platte gepackt hat, muss man wohl PATHFINDER persönlich fragen…

Fazit:
Die sechs Polen haben alles richtig gemacht. Das Album ist sehr gut gelungen und jeder Genrefan wird diese CD mit Sicherheit lieben. Dennoch erfinden PATHFINDER mit „Fifth Element“ ihre Metalsparte nicht neu, die Frage ist aber: „Müssen sie das überhaupt?“

[xrr rating=9/10]

Tracklist:

1. Ventus Ignis Terra Aqua (Intro)
2. Fifth Element
3. Ready To Die Between Stars
4. The Day When I Turn Back Time
5. Chronokinesis
6. March To Darkest Horizon
7. Ying Yang
8. Elemental Power
9. Ad Futuram Rei Memoriam
10. When The Sunrise Breaks The Darkness
11. Vita (Outro)
12. Spartakus And The Sun Beneath The Sea (European Bonustrack)

Release: bereits erschienen
Label: Soul Food
Genre: Symphonic-/Power Metal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.pathfinderband.com

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Franzi

Franzi ist gelernte Tischlerin und studiert derzeit Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Als Redakteurin ist sie seit Dezember 2011 bei Metalize.Me tätig. Ihre Schwerpunkte sind: CD-Rezensionen und Live-Reviews in den Bereichen Mittelalterrock, Metal und Gothic in allen Variationen.

Ein Gedanke zu „PATHFINDER mit Fifth Element

  • 12. Juni 2012 um 12:03
    Permalink

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