OVERKILL mit The Electric Age

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Overkill ist ein Phänomen! Schon in den Anfangstagen war die Band so etwas wie das Bindeglied in der Szene. Eine Band die sowohl von der Harten Fraktion als auch von den Normalos und auch von den „Weicheiern“ gehört wurde. Auch wenn es bei den Veröffentlichungen der Band Schwankungen gab, so wirklich schlechte Scheiben gab es nicht!

Trotz aller Versuche ein wenig in andere Genres zu schnuppern (mal etwas doomig wie bei „Necroshine“, mal etwas moderner mit leichtem Industrial Touch in den 90´ern), blieb Overkill immer Overkill. Nach „W.F.O.“ stagnierte die Band irgendwie und Highlights gab es auf den Alben nur selten und rückblickend muss ich einfach eingestehen, dass auf vielen Alben so viele Lückenfüller waren, dass ich sie nach kurzer Zeit wieder leid war.

Grade deshalb war die Überraschung groß, als Bobby „Blitz“ Ellsworth, D.D. Verni und die Jungs mit „Ironbound“ plötzlich doch wieder einen absoluten Hammer ausgepackt haben.

Auf den Konzerten zur Scheibe konnte man sich davon überzeugen, dass die Songs nicht im Hitgewitter der früheren Scheiben untergehen. „The Green and The Black“, „Ironbound“ fügten sich nicht nur in die Show ein, nein es waren in der neuen Setlist fast schon wieder neue Highlights!
Können Overkill den Schwung mitnehmen, oder haben die Jungs vorerst ihr Pulver verschossen und müssen erst mit einem Lückenfüller Luft holen.

Nix Lückenfüller, The „Electric Age“ macht da weiter wo „Ironbound“ aufgehört hat. Keine Ahnung wo Ellsworth, Verni und Co das Akku-Ladegerät stehen haben, aber genau wie „Ironbound“ klingt „The Electric Age“ als seien die Musiker grad in ihren End Zwanzigern angekommen.
Die Energie ist greifbar, die Power der Scheibe überrollt einen nahezu! „Ironbound 2“?
Teils – teils!

„The Electric Age“ ist irgendwie von allem etwas mehr! Die Durchschnittgeschwindigkeit wurde nochmal erhöht, die Songs sind etwas komplexer und die Instrumental Parts scheinen etwas ausgedehnter. Das sorgt jedoch auch dafür, dass die Songs nicht ganz so schnell im Ohr festsitzen. Ich muss schon zugeben, dass ich anders als bei „Ironbound“ diesmal schon 2-3 Anläufe brauchte, bis ich richtig angefixt war.
Mit „Come and get it“ ist schon der Einstieg in die Scheibe etwas schwerer, als bei „The Green and the Black“ vom Vorgänger. Der Song drückt zwar mächtig, weist aber im Gegensatz zum Vorgänger nicht den ganz großen Hitcharakter, oder anders ausgedrückt der Refrain ist nicht sofort präsent.
Spätestens bei „Elektctric Rattlesnake“ ist man dann aber bei Overkill angekommen. Die typischen Trademarks tauchen auf und lassen einem das volle Pulle Overkill Paket genießen. Und fragt mich nicht wie er es gemacht hat, Blitz singt noch besser als zuvor. Man möchte fast sagen:“ Je oller, je doller“
Drop The Hammer Down“ ist ein Bespiel dafür, wie dir Band Abwechslung in die Stücke und auch in die Scheibe bekommt. Einfach mal im Instrumental Part in der Mitte des Songs, das Tempo ein wenig rausnehmen und schon ist Zeit zum durchpusten. Eine willkommene Atempause bevor das Thrash Gewitter wieder Fahrt aufnimmt.

Fazit:

Was erwartet man von einem geilen Overkill Album? Einen Blitz in Hochform, D.D. Vernis typische Bass Attacken, schnelle eingängige Gitarrenriffs, Refrains die zu Hymnen werden! Wenn es das ist, was ein gutes Album aus dem Hause Overkill ausmacht, dann ist „The Electric Age“ ein weiteres Highlight aus dem Hause Overkill, dass nur knapp hinter dem Überflieger „Ironbound“ zurückliegt.

[xrr rating=8,5/10]

1. Come and Get It
2. Electric Rattlesnake
3. Wish You Were Dead
4. Black Daze
5. Save Yourself
6. Drop the Hammer
7. 21st Century Man
8. Old Wounds, New Scars
9. All Over But the Shouting
10. Good Night

Release:  März 2012
Label: Nuclear Blast
Genre: Thrash Metal
Mehr Infos zur Band:
https://wreckingcrew.com/Ironbound/

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