OBEY THE BRAVE mit Young Blood

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Als Rezensent ist man einem gewissen Strom an Arbeit ausgesetzt: auf sehr vielen Kanälen erscheinen heutzutage unglaublich viele, teils unglaublich hochwertige Veröffentlichungen, die alle ihre jeweiligen Genres und Subgenres bedienen und diese Entwickeln. Gleichzeitig führt diese Menge an Veröffentlichungen allerdings auch dazu, dass jede mittelmäßig begabte Band es schafft, mit einem gewissen Eigenaufwand gute Produktionsqualität zu erzeugen und hochwertig klingende Arbeit abzuliefern.

Gerade im Bereich des Metalcore erscheinen, wie von mir schon immer angeprangert, auf eine gute, mindestens drei mittelmäßige und fünf nicht zu erwähnende CDs. Warum erzähle ich euch das? Genau, weil sich Obey The Brave ebenfalls in diesem Genre wiederfinden. Mit Ex-Mitgliedern von unter anderem Despised Icon und Blind Witness könnte man jetzt annehmen, dass hier eine Hitveröffentlichung im Deathcore vorliegen könnte, aber weit gefehlt – vermutlich hätte man dafür selbst kreative Songs schreiben müssen, denn Obey The Brave spielen Metalcore im Stile von Parkway Drive und The Ghost Inside, so wie etwa 1000 andere Bands im Genre auch. Das muss ja noch nicht schlecht sein, denn die Größen können sich ja trotzdem in diesem Genre immer wieder durch Genialität profilieren. Eins vorweg: die Produktion der CD ist über jeden Zweifel erhaben und auch die technischen Fähigkeiten der Bands sind stark. Sehr stark sogar, wenn man sich mal überlegt was bei Despised Icon aufs Griffbrett gelegt wird. Da dürften das hier eher mittelmäßig interessante Fingerübungen sein, aber gut.

Der Opener Lifestyle klingt dann wie The Ghost Inside. Heavy, drückend und mit Breakdown. Gut, aber nicht einfallsreich. Das folgende It Starts Today klingt dann wie The Ghost Inside. Uptempo, Heavy, und mit Subbass-Breakdown. Gut, aber immer noch nicht einfallsreich. Das folgende Selfmade klingt dann wie The Ghost Inside …. ich denke ihr versteht meinen Punkt? Das Konzept bleibt nämlich bis zum Ende dasselbe. Ich möchte Obey The Brave nicht mal vorwerfen, dass sie schlechte Songs schreiben, denn die Qualität des Songwritings kommt beinahe an The Ghost Inside heran, die Songstrukturen sind bekannt aber angenehm, die Melodien und Gangshouts gehen ins Ohr, man bekommt schnell ein Gefühl für die Songs und abgehen, ja abgehen kann man super dazu. Aber mal im Ernst: das kann ich auch zur aktuellen The Ghost Inside Platte.

Fazit:

Es fällt mir sehr schwer an dieser Stelle zu sagen, ich mag die CD. Genauso schwer fällt mir aber, zu sagen ich möge sie nicht. Man könnte nun argumentieren und sagen, dass Genres nun mal einen bestimmten Sound kultivieren, ja, dass dieser Sound doch das Genre ausmacht. Natürlich ist das so, und nicht jede Band muss das Genre neu erfinden. Aber, und daran muss sich jeder Musiker messen, es reicht für mich einfach nicht, das Konzept bereits existierender Bands zu kopieren, ähnliche Songs zu schreiben, ein College-artiges Logo zu wählen und die CD auf den Markt zu bringen. Parkway Drive gibt es bereits Leute, und so sehr ihr euch auch anstrengt, so gut und vor allem erfolgreich werdet ihr nicht mehr werden können. Dieser Band werde ich daher eine objektive Wertung für die Qualität ihrer CD und eine Wertung für den Kontext geben.

subjektives Rating: [xrr rating = 3/10]

objektives Rating: [xrr rating = 7/10]

[mytreasure=28]

 

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