MERCURY TIDE mit Killing Saw

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Nein Mercury Tide sind mit ihrem Zweitling nicht auf dem Sodom Trip gelandet! Ich kann euch nicht sagen, was den ehemaligen Angel Dust Sänger Dirk Thurisch bewogen hat diesen Titel zu wählen.
Fast ein Jahrzehnt ist zwischen dem Debüt und der neuen Scheibe vergangen. Klar in der Vergangenheit gab es immer Bands die 4; 5 oder auch 6 Jahre benötigten bis etwas Neues auf dem Markt war.

Anfangs dachte ich mir, warum alle Welt so einen Wind um die Scheibe macht, aber „Killing Saw“ ist so ein langsamer unbemerkter Grower! Irgendwann nistet sich eine Melodie, oder nur ein Motiv im Gehörgang ein, wie die allseits bekannte Spinne in der Yukka Palme!
Nach dem obligatorischen in diesem Falle ziemlich unspektakulären Intro kommt das erste „gemeine Monster“. Dieses fiese kleine Klavier Motiv hängt sich ähnlich wie früher Savatages „Klaviermelodien“ einfach im Ohr fest! Spätestens beim 4 Hördurchgang wartet man Sehnsüchtig drauf. Und wenn man weitere Parallelen zu den Aushängeschildern des bombastischen Power Metals sucht! Die harten drückenden Gitarrenläufe kommen gleich hinterher!

Ich will die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben. Andreas ist kein Zak Stevens und kein Jon Oliver. Die Songs kommen an Meisterwerke Savatages nicht dran, aber Mercury Tide wollen keine neuen Savatage werden.
Wie erwähnt „Killing Saw“ der Titeltrack ist so ein Beispiel, dass diese Schiene trifft. Aber auch, wenn die Songs etwas rockiger daher kommen (nicht ganz so bombastisch aufgebaut) funktioniert alles.
Manchmal fühle ich mich (nicht nur auf Grund des Promofotos) an Kamelot erinnert. Aber irgendwie ist es dann doch nur die Essenz und das meine ich im positiven Sinne!

Die Songs sind auf den Punkt. Die Mischung zwischen interessanten Spielereien und Eingängigkeit ist wunderbar gelungen. Refrains wie der bei „searching“ sind heute selten!
Der Anfang von „World of Pain“ erinnert ein ganz kleines Bisschen an Dio! So dass ich fast zu dem Schluss kommen möchte, das Mercury Tide sich bei allerlei Bands und Sounds der späten 80´er frühen 90´er bedienen. Hier ein wenig traditionell, da mal ein wenig von den frühen Gothik Metal Bands und darauf ein erfrischend neues Ganzes zaubern.
Die Truppe hat bislang wenig Bekanntheit erreicht, aber ich möchte fast voraussagen, dass, wenn es nicht wieder 9 Jahre dauert bis die 3. Scheibe in den Läden steht, Mercury Tide schnell einen Namen in der Szene bekommen werden.

Fazit:
Mercury Tide schaffen es mit “Killing Saw“ eine Scheibe in der Schnittmenge zwischen Hard Rock, Bombast Power Metal und Gothic Metal zu basteln, die in vielen Fällen begeistert.

[xrr rating=8.5/10]

Tracklist:

  1. In The Shame Of Trust
  2. Killing Saw
  3. Home
  4. Searching
  5. World Of Pain
  6. Lord Of Memories
  7. Out Of The Darkness
  8. Alone In My Room
  9. Satan Sister
  10. You Cannot Save Me
  11. No More Pain
  12. Have No Fear
Release: Mai 2012
Label: Limited Access Records
Genre: Hard Rock / Power Metal / Gothic Metal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.mercurytide.de/

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