MEKONG DELTA mit Intersections

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Wenn man 25 Jahre zurückschaut landet man zwangläufig bei der Geburtsstunde Mekong Deltas. Und wenn man heute Stücke vom Debüt oder von „The Music of Erich Zann“ hört, stellt man fest, Ralf Hubert und seine Jungs waren damals ihrer Zeit einfach um ein vielfaches voraus!

Der Progressive Metal steckte in den Kinderschuhen und der „normale“ Headbanger mochte es einfach etwas straighter. So blieb die Nordrheinwestfälische Combo kommerziell hinter den anderen Bands aus dem Ruhrgebiet und Nordrhein Westfalen zurück! Ralf war das egal, das einzige was er regelmäßig bemängelte war der Sound der damaligen Aufnahmen.

Logisch, auf der einen Seite hatte man damals nicht die Möglichkeiten (finanziell als kleine Band; und technisch) den Sound zu kreieren den man sich vorstellte.
Wenn man heute, die in die Jahre gekommenen Stücke in neuem Sound hört merkt man das und muss feststellen, der neue Aufguss tut den Songs gut.
Alte Songs im neuen Sound ist nichts Neues. Das haben schon viele Bands gemacht, die entweder ihre Hitscheiben (Exodus „Bounded By Blood“) oder ein Best of (Anthrax, Sick Of It All) neu einspielten. Die Frage nach dem „braucht man das ?“, die immer wieder aufgeworfen wurde will und kann ich nicht beantworten.
Wie reagieren die alten Fans auf die neuen Versionen, vor allem, wenn wie bei Mekong Delta mittlerweile ein neuer Sänger am Mikro steht.
Ich bin keiner der Mekong Delta Die Hard Fans, habe hin und wieder mal die eine oder andere Scheibe gerne aufgelegt. Deshalb kann ich sagen, dass mir die neuen Versionen recht gut gefallen.

Der neue Sound weiß zu gefallen und die ganz großen Kröten (Veränderungen) muss der Fan nicht schlucken.
Ob das der Sound ist den Ralf Hubert nun wollte, weiß ich nicht! Das Problem ist auch, dass die endgültige CD doch häufig noch etwas kräftiger klingt als die Vorab Downloads.

Fazit:
Derjenige der progressiven Thrash oder wie man es damals nannte Techno Thrash, mag und die bisherigen Veröffentlichungen der Band nicht kennt, bekommt einen sehr guten Überblick. Fans die vor allem auf den neuen Fronter stehen, werden auch zufrieden sein. Bei den anderen sollte der Rat „Erst reinhören“ dringend angenommen werden. Ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere bei der Neuauflage aneckt. Mekong Delta waren und werden nie die Band sein, die man mal eben nebenbei hört. Es war und ist harter Tobak, den man liebt oder der einem überhaupt nichts gibt.

ohne Wertung

Trackliste:
01. The Cure
02. Shades Of Doom
03. Sphere Eclipse
04. The Healer
05. Innocent?
06. Memories Of Tomorrow
07. Heroes Grief
08. Heartbeat
09. Transgressor
10. Prophecy

Release: April 2012
Genre: Techno Trash/ Progressiv Thrash
Label: Steamhammer/SPV

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