MARYANN COTTON mit Free Falling Angels

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Also Marianne Baumwolle aus Dänemark möchte wohl gerne die Nachfolge von Alice Cooper antreten. Das macht die Truppe nicht wirklich schlecht!
Der Opener „Heaven Sent For me“ startet zwar noch mit einem Savatage ähnlichen Piano, aber spätestens, wenn der Gesang einsetzt, fühlt man sich an den Altmeister des Gruselrocks erinnert.
Natürlich, wie sollte es anno 2012 sein soll (oder muss?) lehnt sich Frl. Cotton eher an die erste Hochphase von Mr. Cooper an.
Um die Erwartungshaltung gleich mal runter zu schrauben. Es gibt keine neue „Schools out“, keine „Billion Dollar Babies“, keine neue „Welcome To My Nightmare“.
Trotzdem gibt es einige Leckerchen, den schon angesprochenen Opener, die beiden Power Balladen „Crazy“ (könnte von Mr. Cooper selbst stammen) und „Nighttrain to Paris“ sind einfach Ohrwürmer, die man immer und immer wieder hören kann.
Auch wenn es mal etwas rockiger wird, kann der „kleine Alice Cooper“ überzeugen. „Die in Britan“ hat zwar nicht diesen Monsterohrwurm Charakter, wie die erwähnten Songs, kann aber trotzdem gefallen. Den Refrainhammer packen die Dänen dann aber wieder bei „Shock me“ aus. Irgendwie kommt mir der Anfang des Refrains zwar bekannt vor, aber sei es drum.
Der Rausschmeißer „Maryann„, noch mal ein balladesker Song, ist noch mal ganz großes Kino.

Den Rest der Scheibe würde ich mal mit dem Prädikat „nicht schlechtes Füllmaterial“ bedenken.
Maryann Cotton bürgerlich Jacky Patino hat als Band seinen Dad (Hal Patino) und einige seiner King Diamond / Meryful Fate Weggefährten um sich gescharrt und damit natürlich eine ordentliche Portion Erfahrung im Rücken, die ihn vor Anfängerfehlern beschützen. Ob die Band (das Projekt) so bestehen bleibt, wenn der King wieder die Bildfläche betreten sollte oder ob Junior demnächst auf eigenen Füßen steht, muss sich zeigen.

Fazit: Maryann Cotton, haben ihre Stärken offensichtlich in den langsameren Songs, bei denen die Dänen so richtig mit typischen Cooper Humor punkten können.
Wenn es etwas mehr abgeht, fehlt jedoch noch ein wenig, an dem was dem Hörer in den Hirnwindungen bleibt. Während „crazy“ sich sich so festfrisst, dass man den Song nicht los wird, vergehen „Waste“, „Get it on“ und das bluesige „Free Falling Angels“ schnell wieder. Für ein Debüt okay, für die Zukunft würde ich mir etwas mehr Maryann Cotton und etwas weniger Alice Cooper wünschen.

[xrr rating= 7/10]

Trackliste:

1. Heaven Send For Me
2. Never Waste Land
3. Crazy
4. Get It On
5. Free Falling Angels
6. Night Train To Paris
7. Die In Britain
8. Miss Misery
9. Shock Me
10. The One
11. Maryann

Release: Juli 2012

Label: Pure Rock Records

Genre: Hard Rock

mehr Infos: http://www.maryanncotton.net/

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