MARILYN MANSON mit Born Villain

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Zu einem Künstler wie MARILYN MANSON muss man eigentlich nicht mehr viel sagen…..Kommerzieller Durchbruch mit „Antichrist Superstar“ Anno 1996, Rockstar Status spätestens seid „Mechanical Animals“ (1998) und ab „Holywood“ (1999) gewissermaßen Dauergast bei den grossen Festivals wie Rock Am Ring und gern gesehener TV Gast bei u.a. Stefan Raab.

Einzig relativ neu ist die Tatsache, dass Marilyn Mansons Bruder aus Anfangstagen TWIGGY RAMIREZ, bis 2000 Bassist und in 2009 erneut ins Boot geholt, wieder am Songwriting beteiligt ist. Diese Tatsache merkt man den Songs an.

Das Album kommt in schlichtem Digipak mit simplen, aber markantem Artwork daher. Irgendwelche ausschweifenden Zeichnungen oder Bilder gibt es dieses Mal nicht. Man versucht sich wieder ganz auf die Musik zu konzentrieren und fängt schon hier an, unnötigen Ballast von Bord zu werfen.

Kommen wir zur Musik, dem Herzstück des Künstlers MARILYN MANSON. Das Album eröffnet mit dem recht kantigen ‘Hey Cruel World‘ welches eine erste Duftmarke setzten soll, wo die Reise auf seinem nunmehr achten Album hingeht. Nämlich hin zu kantigen und gradlinigen Songs, eingängig aber nicht zu simpel gestaltet. Mehr Rock weniger Drama. Keine Melodien die irgendwie krampfhaft versuchen im Ohr zu bleiben, dafür Marilyn Mansons aggressive Stimme gefolgt von harten Gitarren und etwas gut verpackten Lärm. Als Songbeispiel fällt mir auf Anhieb ‘No Reflection‘ und ‘Overneath The Path Of Misery‘ zu Beginn des Langspielers ein.

The Gardener‘ und ‘The Flowers Of Evil‘ gehen hingegen eher wieder Richtung Gothicschuppen und Tanzfläche, wobei man dem Bass, nicht zuletzt durch Twiggy Ramirezs Rückkehr, bewusst mehr Spielraum zur Entfaltung lässt. Ich will mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, aber Twiggys Einfluss bringt vielen der Songs, den gewisse Drive zurück den so mancher Hardliner auf einigen der letzten Album vermisst hat.  Speziell ‘Slo Mo Tion‘ mit starken Drum und Bass Anteil machen die neue Rückkehr zu alter Stärke wie schon beim Vorgänger „The High End Of Low“ hörbar, deutlich. Mit ‘Children Of Cain‘ und ‘Disengaged‘ geht man hingegen wieder grob Richtung “Holywood” (1999) und wird für kurze Zeit schwermütig und balladesk. Dieses tut dem Gesamtbild aber keinen Abbruch und sorgt vielmehr dafür, dass die Scheibe den gewissen Tiefgang und Abwechslung erhält. Einzig ‘Pistol Whipped‘ und ‚Children Of Cain‘ scheinen irgendwie etwas fehl am Platz und hätten ruhig in den B-Seiten Annalen verschwinden können.

Mit ‘Lay Down Your Goddamn Arms‘ scheint MARILYN MANSON sogar die 90er Stoner Rock Gemeinde ein wenig auf sich aufmerksam machen zu wollen. Riffiger Song, der schön nach Vorne geht. KYUSS und TOOL lassen grüssen. Als Bonustrack wurde dieses Mal der 72er Hit ‘Your So Vain‘ im Original von CARLY SIMON genommen, der dem Album noch den gewissen Kitsch und Glam Anteil gibt.

Fazit:
Rundum ein gelungenes Album, welches speziell nach dem schon sehr gelungenen Vorgänger nicht zu erwarten gewesen ist. MARILYN MANSON greift nochmal richtig an!

Anspieltipps: ‘Slo Mo Tion’, ’The Gardener’, ‘Lay Down Your Goddamn Arms’, ‘The Flowers Of Evil’.

[xrr rating=8.0/10]

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