LULEY mit Today´s Tomorrow

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Mit Craaft und deren “Second Honeymoon” war Klaus Luley ganz nah am Sprung zum internationalen Erfolg.

Aber wie so oft im Leben wollte das Schicksal etwas anderes. Privat schlug das Schicksal zu und die Band wollte wohl irgendwie auch nicht mehr so wie gewünscht. So dass Klaus erstmal Gitarre, Keyboard und Mikrofon zu Seite stellte. Wenigstens was das Genre Rock, Melodic Rock, AORusw. angeht
Seine Penunsen verdiente der Komponist und Vollblutmusiker mit Werbung, so stammen einige Melodien (Opel, Eduscho, Maggi, Ford, Bifi) aus seiner Feder.
Nach der Wiederveröffentlichung der drei Tokyo Scheiben und dem schon erwähnten Craaft Album kommt Luley nun mit seinem Soloprojekt um die Ecke.
Ich weiß, dass das Label AOR Heaven viele Fans hat, die bedingungslos zuschlagen. Diese werden mit Today´s Tomorrow sicherlich auch glücklich werden. Denn im Prinzip wird Melodic Rock alter Schule geboten. Keine Überraschung, weder im positiven noch im negativen Sinne!
Craaft Jünger sollten ihre Anspruchshaltung aber lieber etwas drosseln, denn auf dem Soloscheibchen geht es doch etwas, manchmal sogar bedeutend ruhiger zu Sache.
An vielen Stellen fehlt mir etwas der Drive und hin und wieder dürfte es auch gerne mal etwas härter zu Sache gehen. So kommt es immer wieder vor, dass die Songs arg poppig werden. Was ich nicht komplett als negativ bewertet wissen möchte, aber es hilft ungemein, wenn man sich der Scheibe nähern möchte.
Das Klaus es auch rockiger kann beweist er mit Songs wie „Slippin´Away„, hier erinnert er zumindest entfernt an die guten alten Tage. Schade, von solchen Songs hätte sein Solodebüt ein paar mehr gebrauchen können.
Also AOR Heaven Fans überspringen den nächsten Abschnitt einfach mal, denn für die meisten anderen dürfte das Album zu wenig Highlights bieten, zu wenig Songs, die aus der großen Masse des Melodic Rocks herausragen und das obwohl man weder an der Produktion (Michael Voss), noch am musikalischen und kompositorischen Handwerk und schon gar nicht an der Stimme von Klaus Luley etwas aussetzen kann.
Fazit:
Fans von Mr. Luley schlagen ebenso wie Stammkäufer des Labels zu. Für alle anderen könnte man kurz sagen ein risikoloser Sicherheitsschuss! Der nicht stört, aber auch nur wenig begeistern kann.

[xrr rating=5.5/10]

Trackliste:
1. Can’t Live Without You
2. Mountain Of Love
3. Slippin’ Away
4. Livin’ In The Night
5. Tokyo
6. Don’t Wanna See Your Face
7. Higher
8. Here In My Arms
9. Still Got A Long Way To Go
10. Take Me Today
11. When The Night Comes Down

Label: AOR Heaven
Genre: Hardrock
Release: April 2012

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