Kurzrezensionen Mai 2012

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Auch im April / Mai gab es eine Menge spannender und guter Alben, die wir euch hier kurz vorstellen möchten.

Diesmal mit FOUREVER, TAPROOT,  FINGERNAILS,  TOMORROW´S OUTLOOK,  NAAM,  THE SUNPILOTS,  STEEL ASSASSIN,  IN MOURNING, CRYSTAL VIPER, NIGHTMARE & MAN.MACHINE.INDUSTRY.

Möchtet ihr die Platte eurer Lieblingsband hier besprochen haben? Oder ihr spielt selbst in einer Band, die eine Demo veröffentlicht hat? Dann sendet uns eine Mail an: Redaktion@Metalize.Me.


FOUREVER mit Solitarium
(Florian)

Schweden ist bekannt für gute Musikexporte. FOUREVER ist eine reine Frauenband und hat sich dem Heavy Metal / Hard Rock verschrieben.

Nach ihrer Gründung im Jahr 2000 brauchte die Band geschlagene 6 Jahre um ihre erste EP auf den Markt zu bringen.

Anfang Mai erschien nun das erste Album „Solitarium“. Das Album selbst bietet melodischen Metal, der zwar nett anzuhören ist, nach dem 3 Durchgang aber ein wenig eintönig erscheint. Da wäre definitiv mehr drinnen gewesen.

Der Opener „Shout! Shout My Name“ bleibt am ehesten im Kopf und hat potential auf die eine oder andere Playlist zu rutschen.

Die Idee eine reine Frauenband zu gründen ist sicher lobenswert. Der letzte Kick fehlt hier dennoch. Man darf gespannt sein, was die Schwedinnen auf ihrem nächsten Album abliefern werden.

Tracklist:

  1. Shout! Shout My Name
  2. I’m Sorry
  3. Me, Myself And I
  4. Solitary (Never Meant To Be)
  5. Come With Me
  6. Stand Alone
  7. Left Behind
  8. Dementia Praecox
  9. Day After Day
  10. No More

Release: Mai 2012
Label: Fastball Music
Genre: Melodic Metal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.fourevernet.com/



TAPROOT mit The Episodes
(Frank)

Taproot haben bislang 5 Alben veröffentlicht. Zu Beginn des Jahrtausends versuchte man sich im Nu Metal Sektor Gehör zu verschaffen, was mit dem zweiten Album (Top 20 Platzierung in den USA ) gelang.

Wie nicht anders zu erwarten, ebbte die Welle bald ab und nur einige wenige Bands blieben bestehen.

Taproot versuchten das, was schon vorher populär war, das sinkende Schiff frühzeitig zu verlassen. Sie mischten ihren Klängen nach und nach Post Grunge und Alternative Klänge bei.

Mich haut The Episodes nicht vom Hocker. Zum einen liegt es daran, dass ich weder der Grunge Anhänger bin noch mit Nu Metal viel anfangen kann (Fans dieser Spielarten wird es vielleicht anders gehen). Auf der anderen Seite bleibt mir zu wenig hängen, das Ganze klingt mir zu „gewollt“, zu „gekünstelt“.

Trackliste:

  1. Good Morning
  2. No Surrender
  3. Lost Boy
  4. Memorial Park
  5. The Everlasting
  6. Around The Bend
  7. A Kiss From The Sky
  8. Strange & Fascinating
  9. A Golden Grey
  10. We Don’t Belong Here

Release: April 2012
Label: Victory Records
Genre: Alternativ Rock / Post Grunge mit Nu Metal Elementen
Mehr Infos zur Band unter:
www.taprootmusic.com



FINGERNAILS mit alles verboten
(Frank)

So kann man sich irren! Bei dem Bandnamen dachte ich an eine skandinavische Glam Band, die Tonnen an Lippenstift und Haarspray verbraucht. Falsch gedacht“. „alles verboten“ klingt dann mehr nach deutschem Fun Punk? Auch nicht! Fingernails stammen aus Südeuropa, genauer gesagt aus Italien. Und die Musik? Naja irgendwas zwischen Rotz Rock und Biker Rock!
Wenn sich jemand über den deutschen Akzent einiger Sänger aufregt, muss er die Italiener hier hören. Schlimmer geht es nimmer! Die Aussprache ist nicht mal süß oder niedlich, sondern einfach nur grausam. Wenn man schon eine CD aufnimmt sollte man das besser drauf haben.
Genießen kann man die Scheibe mit ein paar Bier auf einer Party! Wer dafür den CD-Preis zahlen möchte – bitte! Aber sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt.

Tracklist:

  1. Suicide Generation
  2. Frankenstein Food
  3. Deadly Bitch
  4. Witchy Suicide Wild Cat
  5. Fun Addiction
  6. Father Ralph
  7. Metal Bullets
  8. Dog for Blind
  9. Black Widow
  10. Rock n Roll Barbie
  11. Satan vs. God

Release: April 2012
Label: High Roller Records
Genre: Rotz Rock, Party Rock
Mehr Infos zur Band unter:
www.myspace.com/fingernailsmetalcore



TOMORROW´S OUTLOOK mit 34613
(Frank)

Seit 2007 musizieren die beiden Norweger Andreas Stenseth, Øystein K. Hanssen zusammen und Trond Nicolaisen schreibt den beiden die Songs auf den Leib. Das Trio hat sich den 80´er Jahre Metal verschrieben, größtenteils US Metal beeinflusst, mit kleineren Ausflügen in den deutschen Bereich.
Die nicht besetzten Stellen der Band Gesang, weitere Gitarren, Schlagzeug. Mit u.a. Michael Kiske und Graham Bonet hat man einige bekannte Namen im Gepäck.
Soweit so gut! „34613“ ist gut hörbarer Metal mit zum Teil guten Songs. Das große Problem, was ich mit der Scheibe habe ist, das dieses Projekt (oder diese Band) noch sehr gesichtslos wirkt. Man hüpft so durch die 80´er und frühen 90´er nimmt hier ein wenig Helloween mit und dort ein wenig Skid Row, aber wirklich begeistern kann mich keiner der Songs.

Das was für die Band klingt kann man auch auf die CD übertragen. Ich habe nicht das Gefühl hier eine vollständige Scheibe zu hören, eher ein querfeldein ohne das man die Band irgendwo dran festmachen kann.
Für ein Debüt okay … aber bei der VÖ Flut nur etwas für Liebhaber von Power Metal, der über den Durchschnitt nicht hinaus kommt.

Tracklist:

  1. As Darkness Falls (Intro)
  2. Gate To Freedom
  3. Glass Mountain
  4. A Song For You
  5. Doubt
  6. The Ethereal Dream
  7. 34613 (Instr.)
  8. White Lightning
  9. Liquid Scream
  10. Kill Again
  11. March Of The Demons
  12. Red Rum (Lizzy Borden Cover)
  13. The Ethereal Dream (Reprise)

Release: Mai 2012
Label
: Battlegod Productions
Genre: Power Metal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.tomorrowsoutlook.com/



NAAM
mit The Ballad Of The Starchild (Frank)

Und wieder sind TeePee fündig geworden. Diesmal in Brooklyn New York! Waren NAAM bei ihrem Debüt noch auf dem Doom Tripp, so geht es nun in die psychodelische Richtung.

Mit 26 Minuten ist die Scheibe leider viel zu kurz, denn was man zu hören bekommt ist wirklich gut. Anders als viele Langweiler, die auf das psychodelische 70´er Brett aufspringen, verzwirbeln NAAM alles was irgendwie zusammenpasst miteinander und schaffen es, das Ganze kurzweilig zu gestallten.
Alle, die es psychodelisch, Krautrockig, spacig mögen sollten reinhören und je nach Preis entscheiden.

Tracklist:

  1. Sentry Of Skies
  2. Lands Unknown
  3. History’s Son
  4. The Starchild
  5. Exit Theme

Release: Mai 2012
Label: TeePee
GenrePsychodelic Rock
Mehr Infos zur Band unter:
myspace.com/naamdestroysfaces



THE SUNPILOTS mit King OF The Sugarcoated Tongues
(Frank)

The Sunpilots sollten eigentlich jedem schon mal untergekommen sein, schließlich gab es in den letzten Wochen und Monaten die Möglichkeit Teile des Albums legal herunterzuladen oder sich einen Stream anzuhören, die Links dazu geisterten immer wieder durch die News Seiten der rockenden Websites.

Wenn ihr euch fragte, wie man es schafft poppige Rockmusik in ein anspruchsvolles Gewand zu packen. Wenn ihr Wissen möchtet wie es klingt wie es klingt wenn Glam auf Post Rock oder Led Zeppelin auf Queen und Pink Floyd trifft. Dann solltet ihr unbedingt  mal bei „King Of The Sugarcoated Tounges horchen. Das Ganze wird mit einer Prise Prog abgeschmeckt und wirkt so, trotz alles Facetten einfach hörbar.

Einfach schöne Rockmusik, die trotz allem Radiokompatibel ist!

Tracklist:

  1. Prologue: 3 Minutes to Midnight
  2. Chapter I: King of the Sugarcoated Tongues
  3. Chapter II: The Captain
  4. Chapter III: God Science
  5. Chapter IV: Sex and TV
  6. Chapter V: Rain
  7. Chapter VI: The Piper’s Mirror
  8. Chapter VII: Exodus

Release: Mai 2012
Label: Honeytrap / Rough Trade
Genre: Alternative Rock mir Prog
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.thesunpilots.com/ 




STEEL ASSASSIN mit World War II Metal of Honor
(Frank)

Die Flut an Veröffentlichungen macht auch vor uns nicht halt und so müssen wir manchmal auch Veröffentlichungen die ein paar Sätze mehr vertragen könnten bei den Kurzreviews unterbringen. Zu diesen Alben zählt auch die neue Veröffentlichung von Steel Assassin.
Ich nehme mal zwei Punkte heraus, die eigentlich nebensächlich sind, aber trotzdem zeigen wie der Hase läuft. Zum einen gibt es kaum ein Thema, das so ausgelutscht ist wie den zweiten Weltkrieg. Gleiches gilt für Intros diw auf Sirenen Geheul aufbaut sind. Beides nicht neu, trotzdem funktioniert es im Falles des Intros immer wieder.

Man könnte es kurz und knapp auf den Punkt bringen. Steel Assassin versuchen sich nicht neu zu erfinden, bleiben ihrem US- Power Metal mit NWOBHM Einschlag treu und das machen sie gut, nein sogar sehr gut.

Die Riffs sitzen, die Songs bleiben im Ohr, alles so wie es der Metal Fan wünscht. Freunde vom traditionellen Schwermetall mit leichtem Hang zum Underground sind mit Steel Assassin gut bedient.

Tracklist:

  1.  God Save London
  2. Blitzkrieg Demons
  3. The Iron Saint
  4. Four Stars Of Hell
  5. Bastogne
  6. Guadalcanal
  7. The Wolfpack
  8. Normandy Angels
  9. Red Sector A

Release: Mai 2012
Label
: High Roller Records
Genre: Power Metal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.myspace.com/steelassassin



IN MOURNING mit The Weight Of The Ocean
(Frank)

Faluns Melodic Death Metaler In Mourning schreiten zum dritten Mal zur Tat. Wie schon bei den ersten beiden Alben (die ich nur vom Hören sagen kenne) geht es auch dieses Mal mit schwer verdaulicher Kost voran.

Ihr müsst schon eine Menge Zeit mitbringen, wenn man mit dem Album richtig vertraut werden möchte.  Anfangs bin ich von der Komplexität erschlagen nach einigen Minuten schaltet das Gehör ab und nimmt nur tiefe getragene Töne war. Damit wäre den Jungs jedoch Unrecht getan, denn hinter den Songs steckt eindeutig mehr.

Melodischer Death Metal mit hartem progressivem Einschlag bei dem man Zeit und Muße braucht um die Scheibe komplett zu entdecken.

Tracklist:

  1. Colossus (9:34)
  2. A Vow To Conquer The Ocean (7:25)
  3. From A Tidal Sleep (6:53)
  4. Celestial Tear (7:45)
  5. Convergence (8:36)
  6. Sirens (1:32)
  7. Isle Of Solace (4:54)
  8. The Drowning Sun (8:41)
  9. Voyage Of A Wavering Mind (5:50)

Release: Mai 2012
Label: Spinefarm
Genre: Melodischer Death Metal
Mehr Infos zur Band unter:
https://www.facebook.com/inmourningband 



Man.Machine. Industry mit Lean Back, Relax And Watch The World Burn
(Florian)

Das Cover des neuen Man.Machine.Industry Albums ist ein wenig Amüsant. Versucht man sich hier zwanghaft in Pose zu bringen und ist dies vielleicht das 153 Foto, welches am Ende gewählt wurde? Man weiß es nicht und wird es vermutlich auch nie erfahren. Doch es geht hier um keine Kritik des Covers, sondern um die der Platte. Und da kommt ein wenig mehr bei raus.

Inspiriert wurde das Album laut Presseinfo vom Dokumentarfilm „Population Zero“, welcher das Szenario einer Welt ohne Menschen darstellt. Das Songwriting auf Lean Back, Relax and Watch The World Burn ist eher durchwachsen, die Songs sind für meinen Geschmack einen Tick zu lang und versprühen auch keine Atmosphäre. Alles in allem wollte die Band zu viel und es anscheinend jedem Recht machen. Das ist ein wenig nach hinten losgegangen.

Tracklist:

  1. To A Blood Red Sky
  2. We Are The Walking Dead
  3. Vivite Et Sinite Mori ( Live & Let Die)
  4. War God
  5. Lean Back, Relax And Watch The World Burn
  6. The Cage
  7. Let Go
  8. Eighties
  9. What You See Is What You Get
  10. The Blind Leading The Blind
  11. AIM! HOLD! FIRE!
  12. Time

Release: Mai 2012
Label: H’Art
Genre: Industrial Metal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.myspace.com/manmachineindustry 


CRYSTAL VIPER  mit Crimen Excepta (Franzi)

Die Polen um Frontfrau Marta bringen mit „Crimen Excepta“ ihre vierte Platte auf den Markt. Vieles ist ähnlich wie bei den Vorgängeralben, einen gravierend Unterschied gibt es dennoch: die gesamte Grundstimmung des Albums ist düsterer angehaucht. Schon der Opener „Witch’s Mark“ spiegelt diese neue, düsterere Stimmung wieder. Trotzdem nervt die Stimme der Sängerin in den ganz hohen Tonlagen leider ein wenig.

Dennoch hat „Crimen Excepta“ auch sehr klassische Metalsongs wie z.B. „Child Of The Flame“ oder „It’s Your Omen“ (besonders durch die Orgelparts meiner Meinung nach gut gelungen) zu bieten.

Fans werden die Scheibe sowieso mögen und Kristallviper-Neulinge sollten sie auf jeden Fall antesten!

Trackliste:

1. Witch’s Mark
2. Child Of The Flame
3. It’s Your Omen
4. Crimen Excepta
5. Medicus Animarum
6. The Spell Of Death
7. Hope Is Gone, Here’s New Law
8. Fire Be My Gates

Bonustracks auf CD Erstpressung:

9. Tyrani Piekiel (Vader cover)
10. Ghosts Of Sherwood
Release: April 2012
Label: AFM
Genre: Occult Heavy Metal
Mehr Infos unter:
http://www.crystalviper.com


NIGHTMARE mit The Burden Of God (Franzi)

Aufs Neue beweisen uns NIGHTMARE mit ihrem neuen Album „The Burden Of God“, dass es in Frankreich sehr wohl gute Metalbands gibt. Nach einem epischen Intro, geht’s gleich beim zweiten Song „Sunrise in Hell“ richtig zur Sache und das Beste daran: der Song frisst sich in die Gehörgänge und nistet sich dort ein. Ein absoluter Ohrwurm.

Trotzdem muss man zugeben, dass das was Nightmare da abliefern, leider schon zig Mal von anderen Bands wie etwa FIREWIND zu hören war: ein solides Powermetalwerk mit sinfonischen Einflüssen. Sänger Jo Amore haut so richtig auf die Kacke, aber auch er vermag es nicht, das Ruder rumzureissen und die Platte zu etwas Spektakulärem zu machen. Schade. Dennoch ist die Scheibe allemale hörenswert!

Trackliste:

01. Gateways To The Void (Intro)
02. Sunrise In Hell
03. The Burden Of God
04. Crimson Empire
05. Children Of The Nation
06. The Preacher
07. Shattered Hearts
08. The Doomsday Prediction
09. The Dominion Gate (Part III)
10. Final Outcome

Release: 18.05.2012
Label: AFM
Genre: Powermetal
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.nightmare-metal.com

 

Bildquellenangabe: birgitH  / pixelio.de

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