KREATOR mit Phantom Antichrist

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!

Ausnahmsweise möchte ich mal mit dem Fazit anfangen. „Phantom Antichrist“ ist in meinen Augen eine echte Hammerscheibe. Ich hege allerdings arge Zweifel, dass Fans der ersten Stunde oder Die-Hard Fans das ähnlich sehen.
In verschiedenen Vorabinterviews war zu lesen, dass Mille mal wieder einige Überraschungen parat hat und das es auf „Phantom Antichrist“ melodiöser zugehen soll.

Zur Eröffnung des Albums ist davon nicht viel zu merken. Der Titeltrack „Phantom Antichrist“ und „Death To The World“ braten auch 2012 ganz schön los. Wenn man jedoch das Augenmerk auf die Gitarrenarbeit legt, merkt man schon, dass sich etwas getan hat. Mir kommt es zwar so vor, dass nicht mehr ganz die Härte der Songs von „Hordes of Chaos“ erreicht wird, aber trotzdem zwei amtliche Kreator-Songs.

Spätestens mit „From Flood Into Fire“ wird die neue Ausrichtung deutlicher. Melodie meets Härte! Warum soll das, was bei Overkill seit Jahren klappt, nicht auch bei Kreator funktionieren.

Versteht es nicht falsch, Kreator versuchen nun nicht auf Overkill zu machen, sondern sie bleiben ihren Trademarks treu. Legen aber deutlich mehr Wert auf melodiöse Gitarrenläufe und auch im Bereich Gesangslinien und Refrain hat Mille diesmal ordentlich gebastelt. Die in den Interviews vor der Veröffentlichung angekündigten Einflüsse von Judas Priest und Iron Maiden sind offensichtlich, erweitern den Kreator Sound und tun ihm gut.

Mit „United In Hate“ hat man eine echte Hymne geschaffen, die mir, als jemanden der ursprünglich vom Heavy Metal kommt, richtig gut gefällt. Wie Fans die mehr auf „Pleasure To Kill“ oder „Flag Of Hate“ stehen damit klarkommen? Ich bin gespannt!

Seit den 90ern kennt man Kreator als Band die gerne mal Experimente wagt und versucht den eigenen Sound zu verändern vielleicht auch moderner zu gestallten. Das ist einige Male böse daneben gegangen „Renewal“, „Cause of Coflict“ und „Endorama“ fanden bei den Fans wenig Anklang! Vor allem „Endorama“ welches von der Presse hochgelobt wurde, bekam von den Fans kaum Zuspruch. So extrem sind die Änderungen diesmal nicht!

Es ist jedoch klar, dass die Resonanz schlechter gewesen wäre, wenn Kreator diesesmal wieder ein Album im Gewand der beiden Vorgänger gemacht hätten. Der Vorwurf der „Wiederholung“ hätte im Raum gestanden. So hat Mille mit seiner Crew genau das Richtige gemacht und ein wenig an den Schrauben gedreht.

Fazit:
Ich wiederhole das Fazit Anfang nun nicht, sondern ergänze es. Für alle diejenigen, die es nicht zu eng sehen und sowohl Härte als auch Melodie wollen ist „Phantom Antichrist“ ohne Wenn und Aber zu empfehlen. Wenn man auf ganz hohem Niveau jammern möchte, kann man vielleicht auf die ein oder andere Länge hinweisen und feststellen das es ganz leichte Schwankungen in der Qualität der Songs gibt.

[xrr rating=9/10]

Tracklist:

1. Mars Mantra
2. Phantom Antichrist
3. Death To The World
4. From Flood Into Fire
5. Civilization Collapse
6. United In Hate
7. The Few, The Proud, The Broken
8. Your Heaven My Hell
9. Victory Will Come
10. Until Our Paths Cross Again


Release:
Juni 2012
Label
: Nuclear Blast
Genre: Thrash Metal
Mehr Infos zur Band unter:
https://www.facebook.com/KreatorOfficial

Eingehende Suchanfragen:

  • kreator facebook
Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!