JETTBLACK mit Raining Rock

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!

Großbritannien scheint grade mal wieder aus dem Hardrock Dornröschenschlaf aufzuwachen. Sicher haben sich immer wieder Bands aus dem United Kingdom aufgemacht, in die großen Fußstapfen der Megaseller der 60´er 70´er und 80´er Jahre zu treten. Oft war es ein Strohfeuer das sich jenseits der Insel nicht dauerhaft durchsetzte (Little Angels, Gun). Andere Bands wie The Almighty schossen sich dadurch ab, dass sie nah am Puls der Zeit bleiben wollten und so die eigenen Stärken vernachlässigten.

Neben The Treatment, die mich mit ihrem Auftritt beim diesjährigen Graspop überzeugten und ihren Status als hoffnungsvoller Newcomer belegten, gehören Jettblack zu diesen Hoffnungsträgern.
Raining Rock“ ist ein morden klingendes Hardrock Album, dessen britische Ursprünge irgendwo bei Def Leppard auf dem kreativen Höhepunkt, kombiniert mit einem guten Schuss Skid Row liegen. Wenn Jettblack mal etwas metallischer klingen wollen, bedienen sie sich auch gerne bei Judas Priest.
Ich möchte nun nicht, wie einige Schreiber es so gerne machen, eine Band hochschreiben in dem Ich auf andere Bands des Genres einschlage.

Keine Frage, und das dürften Stammleser schon mitbekommen haben, mag ich viele dieser Skandinavischen Sleazer. Ich befürchte jedoch, dass sich die Guns ´n´Roses meets Mötley Crüe Mischung irgendwann totgelaufen hat und dann wird sich zeigen, welche dieser Bands genug Klasse hat, um mehrere Jahre zu überstehen.
Wie die erwähnten The Treatment versuchen die Musiker Jettblack ihren eigenen Weg zu finden, ohne dabei die Bands zu verstecken, von denen sie beeinflusst wurden.

Trademarks wie fettes Riffing, eingängige Refrains mit klasse Melodien und eine gesunde Grundhärte bilden das, auf der Musik der 80´er Jahre gebaute, Fundament. Unverbrauchter Elan, hörbare Spielfreude und das gewisse Etwas bilden die Fassaden, auf denen ein auffälliges und trotzdem schönes Dach in Form von Sänger Will Stapleton thront. Dieser Mr. Stapleton schafft es, mit seinem Gesang den Songs diesen besonderen Wiedererkennungswert einzuhauchen. Er hat einfach dieses gewisse Charisma in der Stimme, dem man sich nicht entziehen kann.

Im Gegensatz zum Debüt merkt man „Raining Rock“ an, dass die Band hart an sich gearbeitet hat. Während die Songs damals noch irgendwie belanglos daherkamen, bleiben „Raining Rock“, „Prison Of Love“ und „Black Gold“ einfach mal so im Ohr.
Jettblack haben also alles, was der geneigte Hörer von einem klassischen Hardrock Album erwarten kann.

Fazit:
Mit „Raining Rock“ stoßen Jettblack in den erweiterten Kreis der Bands vor, die man im Auge behalten muss und denen man in Zukunft eine Wachablösung der alten Helden zutrauen kann.

[xrr rating= 8/10]

JETTBLACK mit Raining Rock

Trackliste:

1. Intro
2. Raining Rock
3. Less Torque, More Thrust
4. Prison Of Love
5. System
6. Black Gold
7. Something About This Girl
8. Sunshine
9. Temptation
10. Never Gonna Give It Up
11. In-Between Lovers
12. Side Of The Road
13. The Sweet And The Brave
14. Raining Rock (feat. Udo Dirkschneider)

Release: Juni 2012
Genre: Hardrock
Lable: Spinefarm Records /Universal

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!