HELLOWEEN mit Straight Out Of Hell

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Helloween – Straight Out Of Hell
Review von Robin Geiß am 

Sehr gespannt war ich auf die neue HELLOWEEN mit Namen „Straight Out Of Hell„, fand ich doch das letzte Werk eher arg durchschnittlich geraten. Doch auch hier regiert für meinen Geschmack leider der Durchschnitt, obwohl sich ein paar Songs eingeschlichen haben, die wirklich astrein sind.

Bei solch einer Größe und langlebigen Band wie HELLOWEEN denke ich, kann man bei einer Besprechung ruhig auch mal Song für Song durchgehen, um eben aufzuzeigen, wie mein Gesamteindruck zustande kommt. Und dabei soll gesagt werden, das ich sowohl Fan der Anfangstage bin, die Kiske Sachen auch in der Endphase mag und Andi Deris von Anfang an als Sänge akzeptiert habe und einige Scheiben mit ihm durchaus als echte Klassiker ansehe.
Los geht’s hier mit „Nabataea„, der zwar als Opener mit leichtem Intro gut angelegt sein mag, aber arg durchschnittlich daher kommt. Gerade der Refrain weißt da keinerlei Besonderheiten auf.
World Of War“ legt vom Speed her nochmal ne Schippe drauf, hat aber ansonsten auch keine herausragenden Qualitäten, also auch eher ein Durchschnittssong. Tut nicht weh, gibt’s aber auch besser (von gleicher oder anderer Band).

Live Now!“ schlägt dann schon in eine andere Kerbe. Zwar kein Klassiker, wirkt aber durch den speziellen Aufbau sehr interessant und lässt erstmals aufhorchen.
Weiter geht’s mit „Far From The Stars„, der einen sehr rythmisch betonte Strophe hat und ebenfalls besser daher kommt, als die beiden Opener.

Danach folgen aber wieder drei Stücke, die sich im „Durchschnitt“ verfangen: „Burning Sun“ lässt zwar durch seine Painkiller-artigen Scream-Vocals in den Strophen aufhorchen, bleibt aber eher blass; „Waiting For The Thunder“ wird durch ein Klavier begleitet, ganz im Stile von „As Long As I Fall“ oder „If I Could Fly“, kommt aber leider nie an diese beiden Nummern heran und wirkt dadurch leider nur wie ein gewollter Abklatsch und „Hold Me In Your Arms“ ist die obligatorische Ballade die leider auch so klingt: gänzlich unspektakulär, weder ergreifend noch neuartig noch außergewöhnlich und kommt einem gerade deswegen so vor, als ob da unbedingt noch ein langsames Stück für die Quote her mußte, die Idee aber fehlte.

Dann aber wird’s endlich wieder gut. Und zwar richtig gut. „Wanna Be God“ wirkt da, als ob der Song den zweiten (weitaus besseren) Teil der Platte einläuten wollte. Der Song besteht lediglich aus Gesang und aufgepeppten Tribal Drums (wenn man mal vom Solo absieht) und wird, um majestätischer zu klingen, mit ständig tosendem Publikum untermalt. Ganz im Stile von Priests „Take On The World“ oder „United“. Cool.

Und noch einen draufsetzen kann dann der Titelsong „Straight Out Of Hell„, der endlich einen richtigen Gänsehaut Refrain bereithält, an dem ich mich einfach nicht satt hören kann. Spitze!
Asshole“ flacht danach leider etwas ab, ist aber dennoch ein guter Song der im Ohr bleibt. Das darauf folgende „Years“ ist dann ein gefundenes Fressen für alle Old School Fans. Aufbau, Refrain, Melodie, alles als ob dieser Song Ende der 80iger entstanden wäre. Sehr gut!

Die letzten beiden Tracks, „Make Fire Catch The Fly“  und „Church Breaks Down“ setzen dann wieder mehr auf Speed, bleiben aber beide wie die Opener eher blass und gelten daher als unspektakulär.
Die Produktion sollte aber noch positiv erwähnt werden, da diese wirklich sehr gelungen ist und ordentlich Power bereit hält, so dass auch vermeintliche Happy Tracks noch genug Eier haben, um keinen mit zu viel Kitsch zu vergraulen.

Fazit:
3 Songs bei denen der Daumen eher nach oben geht, 3 Songs die richtig geil herausragen, dafür aber auch 7 Songs, die eher farblos bleiben und früher wahrscheinlich höchstens als Füllmaterial für Bonustracks gegolten hätten plus eine Super Produktion. Heißt für mich insgesamt ein Album etwas überm Durchschnitt, aber bei weitem kein Knaller Album. Selbst der grandiose Titelsong kann das Album leider nicht richtig raußreisen. Bleibt also wieder nur die Hoffnung aufs nächste Studioalbum, damit HELLOWEEN wieder an die Spitze der speedlastigen Metalbands zurück kehren können.

[xrr rating=6/10]

 

Mehr Infos zur CD bekommt ihr unter diesem Link

 

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1. Nabataea
2. World of War
3. Live Now!
4. Far from the Stars
5. Burning Sun
6. Waiting for the Thunder
7. Hold me in your Arms
8. Wanna be God
9. Straight out of Hell
10. Asshole
11. Years
12. Make Fire Catch the Fly
13. Church Breaks Down

Release: 18.01.2013
Label:
SPV
Genre:
Heavy Metal / Speed Metal

Homepage:
www.helloween.org

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