GOTTHARD mit Firebirth

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Es ist vielleicht das härteste Album das Gotthard jemals veröffentlicht haben. Ich spreche jetzt nicht von der musikalischen Härte! Das gilt nicht nur für die Band, sondern trifft auch für den Rezensenten zu.
Was will oder soll man erwarten! Alles eitel Sonnenschein? Friede – Feier – Happiness? Ich kann es mir nicht vorstellen.

Ich meine, es ist schon schwierig, wenn eine Band eine CD mit neuer Stimme (sprich neuem Sänger) raus bringt, weil es zum Split kam.
Jetzt ist es aber, wie jeder weiß, bei Gotthard nicht nur die neue Stimme!
Der tragische Tod von Steven Lee ist wahrscheinlich bei der Vorbereitung zur Platte wieder allgegenwärtig gewesen. Gotthard waren halt noch eine Band, wie man sie von früher kannte. Eine Gruppe von Freunden, die gemeinsam musiziert haben.

Bei der Wahl des Sängers hat man die richtige Wahl getroffen. Nic Maeder ähnelt Steven Lee von der Stimmlage ist jedoch weit davon entfernt, eins zu eins in die Lücke seines Vorgängers zu stoßen. Die Umstellung ist also für den Hörer nicht zu extrem.
Musikalisch bringen Gotthard die altbekannten Qualitäten ein. Gute Kompositionen tolle Hooklines, klasse Riffs – Hardrock Herz was willst du mehr?

Ich sag es einfach mal so, Gotthard haben den schmalen Grad zwischen Rock ´n´Roll Feeling und dem Gedanken, dass es die erste Scheibe ohne ihren langjährigen Weggefährten ist perfekt getroffen. (Wer schon mal einen engen Freund oder ein Familienmitglied verloren hat, weiß wie die Emotionen bei solchen Gelegenheiten Achterbahn fahren). Deshalb Hut ab, „Firebirth“ ist weder ein durchweg melancholisches Album geworden, noch ist es ein Feuerwerk der Fröhlichkeit. Es ist ein Album, das auf der einen Seite „Respekt“ gegenüber Steven zeigt auf der anderen aber auch den Blick Richtung Zukunft gewandt hat.

Die Schweizer haben ein wenig an der Härteschraube gedreht und sind jetzt wieder da angekommen, wo sie bei den ersten zwei bis drei Alben waren. In meinen Augen tut genau das dem Album gut. Bei den langsameren Stücken schwingt dann die nötige Portion Melancholie mit. Sodass beim Hörer allgemein und bei den Fans im Besonderen nicht das Gefühl aufkommt, dass man die Vergangenheit verdrängt hat.

Fazit:
Man muss sicherlich kleine Abstriche machen, denn es durfte keiner ein Album mit 100% Hitdichte erwarten. Gotthard machen mit „Firebirth“ den Schritt in ein neues Leben und dieser Schritt, ist gelungen! Der Mut der Band weiterzumachen hat sich ausgezahlt. Gotthard Fans können das Album bedenkenlos kaufen.

[xrr rating=7/10]


Tracklist
:

1. Starlight
2. Give Me Real
3. Remember It’s Me
4. Fight
5. Yippie Aye Yay
6. Tell Me
7. Shine
8. The Story’s Over
9. Right On
10. S.O.S
11. Take It All back
12. I Can
13. Where Are You


Release
: Juni 2012
Label: Nuclear Blast
Genre: Hard Rock
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.gotthard.com/

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