EPICA mit Requiem For The Indifferent

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Nicht noch eine female-fronted Metalband?! – Oh doch! Genau das ist nämlich EPICA aus den Niederlanden. Die Bandmitglieder sind allerdings schon alte Hasen im Musikgeschäft und bringen jetzt mit ihrem neuen Album REQUIEM FOR THE INDIFFERENT frischen Wind in die Symphonic-Metal-Szene.

Was gibt über die neue Platte zu berichten? Nun, eigentlich nicht viel, denn wer Epica mag, wird REQUIEM FOR THE INDIFFERENT lieben. Wer hier „Frauengesäusel“ à la Nightwish oder Within Temptation sucht, ist gänzlich auf dem Holzweg.
Abwechslung steht hier an erster Stelle. Kein Song gleicht dem anderen und das ist es was Epica ausmacht.
Beschreiben könnte man die meisten Stücke auf der Platte mit einem Satz: Deathmetal meets Gothicrock. Tracks wie „Monopoly On Truth“, „Requiem For The Indifferent“ oder „Stay The Course“ spiegeln diese Intention deutlich wieder.

Zwar gibt es auf dem Silberling auch Balladen, wie z.B. „Delirium“, welches anfangs sehr weihnachtlich anmutet und sich dann als sehr schönes Pianostück herausstellt. Dennoch ist deutlich zu vernehmen, dass Epica sich von „ähnlichen“ Bands deutlich abheben. Denn wo Ruhe ist, da ist bei Epica eben auch Sturm…
Die Niederländer schaffen es kräftige Deathmetalriffs untermalt mit Grunts und „epischem“ Frauengesang so zu kombinieren, dass eine perfekte Mischung entsteht.

Ebenfalls „episch“ ist auf jeden Fall auch die Länge der Tracks, bis auf ein oder zwei Ausnahmen toben sich die Bandmitglieder in den Liedern nicht unter 5 Minuten lang aus… was bei einigen Songs leider dazu führt, doch das ein oder andere Mal wegzulauschen… schade…hier hätte man sich wohl an den Spruch „In der kürze liegt die Würze“ halten sollen…

Fazit:

Man sollte sich nicht von dem poetischen Bandnamen und der Tatsache, dass eine Frau hinter dem Mikrophon steht abschrecken lassen. Die CD ist etwas für jeden Liebhaber von technisch einwandfreiem Symphonicmetal mit Einflüssen aus anderen Metalrichtungen.
Hier ist ganz klar ein solides Werk der weltklasse Musiker von Epica entstanden, die die Messlatte für andere Künstler in diesem Bereich ordentlich hoch gelegt haben und dieses Level auch mit REQUIEM FOR THE INDIFFERENT mit Leichtigkeit halten können.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall mehrmaliges Hören der Platte, denn nur so lassen sich die ausgeklügelten technischen Details der Songs entdecken. Nicht nur Deathmetal-Grunts sondern teilweise auch Blackmetal-Screams, orientalische Parts usw. sind Teil dieser Studioaufnahmen und wer dies alles nicht verpassen will, sollte sich das Album auf jeden Fall zulegen und in Dauerschleife laufen lassen.

[xrr rating=8/10]

Trackliste:

1. Karma
2. Monopoly On Truth
3. Storm The Sorrow
4. Delirium
5. Internal Warfare
6. Requiem For The Indifferent
7. Anima
8. Guilty Demeanor
9. Deep Water Horizon
10. Stay The Course
11. Deter Tyrant
12. Avalanche
13. Serenade Of Self-Destruction

Line-Up:

Gesang: Simone Simons
Gitarre, Grunts/Screams: Mark Jansen
Gitarre: Isaac Delahaye
Bass: Yves Huts
Keyboard: Coen Janssen
Drums: Arien van Weesenbeek

Release Date: bereits erschienen
Genre: Symphonic Metal
Label: Nuclear Blast
Infos: https://www.epica.nl

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Franzi

Franzi ist gelernte Tischlerin und studiert derzeit Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Als Redakteurin ist sie seit Dezember 2011 bei Metalize.Me tätig. Ihre Schwerpunkte sind: CD-Rezensionen und Live-Reviews in den Bereichen Mittelalterrock, Metal und Gothic in allen Variationen.