EMPOWERMENT mit Gegen.Kult

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Es gibt diese Momente im Leben eines Metalize.me Redakteurs, in denen man sich durch alle AA, A, B und C Veröffentlichungen eines Monats und des eigenen Genres gearbeitet hat und wieder vor dem riesigen Haufen D-Zusendungen sitzt, dessen Inhalt hauptsächlich auf der „müsste auch nochmal abgearbeitet werden, ist aber nicht Priorität 1“ Liste steht. Meistens nimmt man sich dann ein Bier und macht Feierabend, schließlich ist man eh überbezahlt und muss für sein Geld quasi nichts tun.

Oder man legt tatsächlich mal eine CD ein. Tut man das, muss man allerdings mit allem rechnen. Etwa deutschsprachigem Metalcore. Wenn alle Callejon-Anhänger jetzt „Sünde!!!“ denken und mich ans Blitzkreuz nageln wollen – keine Sorge – die Rezension ist dann doch eher Klasse AA+. Egal. Aus dem heutigen Gruselkabinett sind nämlich Empowerment die Band der Stunde. Deren Album Gegenkult ist eine schlecht abgemischte Mischung aus Hardcore alter Schule, frühem Metalcore und merkwürdigen Thrashmetal-Anteilen. Der sogenannte Sänger trägt die, sagen wir mal, äh, wie sag ich das jetzt am besten … deutschen Texte schlechtestmöglich vor, während sich Gitarren und Drums immer mal wieder im Songwriting verheddern. Soweit so gruselig.

Wer es aushält die CD vollständig durchzuhören „genießt“12 Songs, in denen es der Sänger nicht einmal hinbekommt ein Wort richtig zu artikulieren. Manchmal fragt man sich „welche Sprache ist denn das jetzt grade?“ – war dann aber doch nur mit schlechter Atemtechnik geshoutetes Deutsch. Über die Texte der Granaten wie Blanker Hass, Gegenkult und Stuttgart Asozial ( der absolute Höhepunkt des Grauens weil auch noch eine Frau mitmacht die nicht singen kann) versuche ich mal sowenig Worte wie möglich zu verlieren, wenigstens gibt es einen Anti-Nazi Song der den Mist auf Distanz zu der ganzen graubraunen Deutschrock-Suppe hält. Wenn das allerdings der einzige Pluspunkt für eine CD ist, fragt man sich was man eigentlich hört.

Fazit:
Empowerment machen alles falsch was man falsch machen kann. Schlechtes Songwriting trifft auf einen unfähigen Sänger und eine bestenfalls mittelmäßig zu nennende Produktion. Davon sind dann auch noch 12 Songs auf der CD und die sind auch noch alle grob 3:30 lang. Einen Gnadenpunkt gibt es, weil man das Jewelcase wiederverwerten kann. Und man einen neuen Kaffeetassenuntersatz hat. Hört euch die CD an, aber sagt nicht ich hätte es euch nicht gesagt.

[xrr rating = 1/10]

[mytreasure=18]

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