DER WEG EINER FREIHEIT mit Unstille

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!

Der Weg einer Freiheit„, entstanden aus der Asche von „Frostgrimm„, bringen im Juni ihr zweites Album „Unstille“ heraus. Wie aus dem Nichts kam die Band mit ihrem ersten Full-Lenght-Album „Der Weg einer Freiheit“ aus der weiten Musiklandschaft. Schon damals zeigte die Band, mit welch einer Intensität sie zu Werke geht. Ihre Musik fand bereits zu Beginn Anklang im Untergrund. Nun ist seit dem Erstlingswerk und der im letzten Jahr erschienenen EP „Agonie“ etwas Zeit ins Land gezogen. Die Band präsentiert sich mit „Unstille“ ausgereifter und intensiver als je zuvor.

Zu Beginn wird man, nach kurzer Einleitung, in ein reißerisches Blast-Gebolze gezogen, dabei schneiden sich die Riffs mit melancholisch untermalten Melodien, wie eine Rasierklinge in die Ohren. „Zeichen„, das mit zwölfeinhalb Minuten längste Lied kreiert eine Atmosphäre, wie man sie nur bei „Wolves in the Throne Room“ kennt – mystisch und rasend vor Inbrunst. Allgemein ist das Flair des Albums nachdenklich, nostalgisch. Wehmut kontrastiert mit Raserei. Der Song „Lichtmensch“ kommt durch brachiale Riffs gewaltig und von allen Songs auf „Unstille“ am aggressivstem daher. „Nachtsam“ und „Zugrunde“ schaffen es mit ihrer Kompaktheit den Hörer vollends zu begeistern, während „Verhängnis“ und „Zerfall“ das Album düster-atmosphärisch abschließen.

Als knauseriger Kritikpunkt wären die nachgetriggerten Drums zu nennen, die dem Drumcomputer in nichts nachstehen. Dabei hätte man meiner Meinung nach bei Kollege PC bleiben können. Dieser Kritikpunkt fällt jedoch nicht sehr ins Gewicht, weil das Gesamtbild des Albums ein durchweg positives ist.

Fazit:
„Unstille“ bietet hohes Niveau, spannende Songs, die ungemein fesseln. Der Bogen wird hier von Anfang bis zum Ende auf Spannung gehalten. Zwar braucht man einige Hördurchläufe, bis die musikalische Saat aufgeht – aber es lohnt sich! Ich konnte auf „Unstille“ weder einen Ausfall noch einen Lückenfüller ausmachen, ein Album wie aus einem Guss, voller kanalisierter Düsternis melancholischer Gewalt.
Für Fans von „Deafhaven“ und „Wolves in the Throne Room„.

[xrr rating=9.0/10]

Tracklist:

01. Zeichen
02. Lichtmensch
03. Nachtsam
04. Zu Grunde
05. Vergängnis
06. Zerfall

Genre : Black Metal
Label : Viva Hate Records
Release : 29.06.2012
Mehr Infos zur Band unter:
http://www.vivahaterecords.com/wp/

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!