DARK PRINCESS mit The World I’ve Lost

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DARK PRINCESS wurde schon des Öfteren als die russische Antwort auf Nightwish gelobt und beschwärmt. Auf den ersten Blick hin könnte man dies auch meinen- die Zusammensetzung der Band mit einer Frontfrau ist immerhin ähnlich…. Im April ist das dritte Album der Russen „The World I’ve Lost“ erschienen und wir haben für euch reingehört.

Der Opener „Fight With Myself“ lässt schnell erahnen, dass DARK PRINCESS zwar durchaus Ähnlichkeiten im Stil mit Nightwish, eher aber mit Evanescence und Co. (durch die männliche Gesangsstimme) aufweisen, auf keinen Fall aber mit ihnen vergleichbar sind. Um sich mit Nightwish, insbesondere zu Frau Turunens’ Zeiten messen zu können, fehlt es dem Sextett einfach an Drive und Bombast.
Hinzu kommt, dass die Frontlady Natalia Terekhova eine zu „blasse“ Stimme hat, die leider keinen Wiedererkennungswert besitzt und auch die Musik der restlichen Band nicht hervorsticht, sondern sich sachte im Hintergrund hält.
Auch der nächste Song „We Can Not Fly So High“ ist gesanglich wie auch musikalisch eher ruhig gehalten. Die Stücke plätschern vor sich hin, es passiert nichts Spannendes und irgendwie hört sich alles mehr oder weniger gleich an.
Erst Track 5 „Everlasting Pain“ reisst das Ruder (wenigstens für 3:40 Minuten) herum, denn endlich krachen die Gitarren etwas mehr und auch der Schlagzeuger lässt zu, dass man sein Instrument mal wahrnimmt. Außerdem ist es sehr erfrischend, dass die Sängerin in diesem Stück zusammen mit der männlichen Zweit- bzw. Backgroundstimme mal richtig rockig wird, so dass man ihre gesangliche Begleitung wirklich bewusst wahrnimmt. So wird dieses Lied gemeinsam mit„Paradise Land“, welches unmittelbar folgt, meiner Meinung nach zum Höhepunkt und Hoffnungsschimmer des ganzen Albums.
„Paradise Land“ ist ganz anders als alles vorher auf der Scheibe Gehörte. Hier bekommen wir Folklore auf die Ohren und siehe da, Natalias’ Stimme kommt wunderbar zur Geltung! Vielleicht sollte man sich überlegen nicht doch in Richtung Mittelaltermucke zu gehen…
Nach diesen zwei abwechslungsreichen Stücken, geht es auf der zweiten Hälfte der CD wenigstens ein bisschen fetziger mit Tracks wie „Point Of No Return“ und „The Way Of Passion“ zu.

Fazit:

So ganz kann ich nicht verstehen warum man DARK PRINCESS mit Größen wie Nightwish oder Within Temptation vergleicht. Dazu fehlen einfach der Wiedererkennungswert und vor allem das Besondere. Dennoch ist das Werk, das die sechs Russen fabriziert haben, nicht schlecht und auch Natalias’ Stimme klingt für sich gesehen gut. Man sollte eben nur nicht zu viel erwarten, auch wenn in den Medien Vergleiche zu anderen Bands gezogen werden.

[xrr rating=7/10]

Tracklist:

1. Fight With Myself
2. We Can Not Fly So High
3. Fields Of Youth
4. The Key
5. Everlasting Pain
6. Paradise Land
7. Point Of No Return
8. The Temple Of Darkness
9. The Last Page
10. The Way Of Passion
11. Caruso

Release: bereits erschienen
Label: Out Of Line
Genre: Symphonic Metal

Mehr Infos zur Band unter:
http://www.myspace.com/banddarkprincess

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Franzi

Franzi ist gelernte Tischlerin und studiert derzeit Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Als Redakteurin ist sie seit Dezember 2011 bei Metalize.Me tätig. Ihre Schwerpunkte sind: CD-Rezensionen und Live-Reviews in den Bereichen Mittelalterrock, Metal und Gothic in allen Variationen.