CRAZYLIXX mit Riot Avenue

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!

Für die Schweden geht es um etwas! Drittes Album und mit ihrem 2010 erschienenen Album „My Religion“ hat man sich an die Fersen der Aushängeschilder der New Wave of Swedish Sleaze Metal geheftet. Die Frage ist nun, kann man die beiden ganz Großen der Schweden Szene erreichen.

Mit den ersten beiden Scheiben hat die Truppe bewiesen, dass das Potential da ist, jetzt muss es darum gehen zum einen ein Album mit Knallersongs zu platzieren und zum zweiten den Sound noch ein wenig „eigener“ zu gestallten.
Versteht es nicht falsch, die beiden Veröffentlichungen der Band gefielen mir wirklich gut, aber bei der dritten Scheibe kann man sich langsam aber sicher von den Idolen der 80´er entfernen und ein wenig mehr Eigenständigkeit einbauen!
Das scheinen Danny Rexon und seine Mannen erkannt zu haben, denn mit „Whiskey Tango Foxtrot“ legen die Jungs los viel die weitbekannte Feuerwehr!
Hammer und auch wenn ich gar nicht so unbedingt Parallelen zu den Spät 80´ern suchen möchte, so fällt auf, dass auch damals zu Beginn der Knaller gestanden hat.

Besonders die ersten 5 Songs glänzen mit hervorragenden Refrains, die sofort sitzen und noch heute jede Party in Schwung bringen. Nicht nur die Jung Sleazer, werden die Luftgitarren schwingen und laut mit gröhlen, wenn „Riot Avenue“, „Fire it up“ oder „Downtown“ durch die Boxen feglen. Auch der End Dreißiger oder Mid Vierziger wird die ihm verbleibende Haarpracht noch mal hoch toupieren bei „Fire it Up“ die Faust in die Luft recken und dabei den Inhalt seiner Bierflasche über das Grillgut schütten.
Im mittleren Teil der Scheibe nehmen Crazy Lixx etwas Geschwindigkeit raus, was bei „In The Night“ noch funktioniert und bei „Church of Rock“ schon etwas holperig wirkt, geht bei „Heatseeker“ ziemlich in die Hose. Der Song zündet gar und wird mit eintönigem Rhythmus ziemlich schnell einschläfernd. Ähnliches gilt auch für „Sweet, Bad and Beautiful“, der Song hat durchaus Potential, aber irgendwie fehlt ein wenig der Kick den die Scheibe noch bei den ersten 5 Songs versprüht hat.

Zum Schluss dreht der Fünfer noch mal auf um am Ende mit „Only The Dead Knows“ noch mal auf die Tränendrüse zu drücken. An dieser Stelle klingen mir Crazy Lixx allerdings zu stark nach Hardcore Superstars mit einer Skid Row Schlagseite.
Fazit: Eine wirklich gute Sleaze Rock Scheibe, die nur zu Beginn der zweiten Hälfte der Spielzeit etwas durchhängt. Melodien, Refrains und das drumherum stimmen, allerdings hängen Crazy Lixx immer noch sehr stark an Mutters Brust.
Ich will sagen Skid Row, Mötley Crüe, Guns ´n´Roses, Def Leppard aber auch der große Bruder Hardcore Superstars sind immer dabei! Trotzdem macht die Scheibe zu einem hohen Prozentsatz richtig Spaß, gegen eine 8 vor dem Komma sprechen allerdings die beiden schwachen Songs.

[xrr rating=7.5/10]

Tracklitst:
1. Whiskey Tango Foxtrot;
2. Young Blood;
3. Riot Avenue;
4. Fire It Up;
5. Downtown;
6. In The Night;
7. Church Of Rock;
8. Heatseeker;
9. Sweet, Bad & Beautiful;
10. Be Gone;
11. Only The Dead Know.

Label: Frontiers Records
Genre:  Sleaze Metal
Release: 20.04.2012

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!