CANNIBAL CORPSE mit Torture

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Meine Fresse wie die Zeit vergeht. Das schon nunmehr 12. Studioalbum der gorigen Deather aus Buffallo steht in den Regalen und zeigt jedem Kritiker und Fan wer hier die Schädel spaltet.

Man mag sie lieben oder hassen aber Cannibal Corpse spielen an ihren Instrumenten auf sehr hohem Niveau, schaffen es sogar mit Torture ihre Technik und ihren Sound zu verfeinern. Da schlagen Schlachtersongs wie „Scourge of Iron“ oder das heftige „Torn Through“ kräftig auf die Nackenmuskulatur ein. Es hat sich ausgezahlt das Alex Webster mal nicht den Großteil der Songs schrieb, und seinen Bandmitgliedern Pat ‚O Brien und Rob Barret die Chance gab ihre Riffs ins Songwriting mit einzuschreddern. Während der Song „Followed Home then Killed“ mit einem atmosphärischen Ansatz Spannung erzeugen will (was der Song ganz gut hinbekommt) und eine tödliche Stalkergeschichte erzählt, zeigt Alex Webster in „The Strangulation Chair“ sein technisches Fingergeschick (an alle Bassisten, Kinnladen wieder einrenken lassen, bitte).

Ein gewisser eitriger Beigeschmack bleibt trotzdem. Cannibal Corpse machen was sie am besten können, schnörkellosen brachialen Death Metal. Keiner darf hier auf Überraschungen hoffen oder gar Experimente erwarten, dafür hat sich die Band zu sehr auf ihren Sound eingefahren. Auch am Gesang von Corpsegrinder Fischer mag man sich gerne mal stören, ist dieser doch zu monoton gehalten und zeigt wie schon auf den vorigen Alben kaum eine Steigerung.

Jedoch gehören sie zu denen die auf hohe Qualität setzen und dabei nur wenig falsch machen können. Es fragte mich letztens jemand schon „Wie ist denn die neue Cannibal Corpse?“ ich antwortete trocken „Cannibal Corpse halt…“. Mehr kann man zu diesem Album schon gar nicht mehr sagen, jedes Lied schraubt Köpfe ab, zeigt hohes Niveau und ist das was man von den Kannibalen erwartet, und zwar ein zermürbender Knochenmörser voller gewaltiger Brutalität. Der dicke Sound von Erik Rutan (Ex-Morbid Angel und Hate Eternal Bandkopf) tut hier sein Übriges.

PS: Metalblade hatte sich dazu entschieden das Album komplett zensiert heraus zu bringen.
Das Cover ist schlicht ausgefallen und auch die Texte sind nicht enthalten.

© Pressefoto: Alex Morgan

[xrr rating=8/10]

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