BULLET mit FullPull

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BULLET sollten mit der neuen Scheibe wohl keinen ihrer Fans enttäuschen und bieten durchaus Abwechslung in dem eigentlich eng gestrickten Genrepfad auf den Spuren von ACCEPT und AC/DC.

Als ich als Kind das erste Mal AC/DC im Radio hörte, gefiel mir zwar unerklärlicherweise was ich da hörte, doch nur mit Schlager und Volksmusikantensängern aufgewachsen musste ich mich doch zuerst einmal an den für mich damals ungewöhnlichen Gesang gewöhnen. Bald darauf folgten neben den normalen Sängern der Metal Bands Eingewöhnungssachen wie DEATH, OVERKILL und später auch GRAVE DIGGER oder SUBWAY TO SALLY. Alles Sänger, die sicherlich zu ihrer Musik passen, an die man sich aber eben erst einmal gewöhnen muss. Ob mir das jemals bei BULLET gelingen wird?
Musikalisch gibt es da überhaupt nix auszusetzen, wenn man auf den erdigen Rock ala ACCEPT oder AC/DC steht. Gleich der Opener tritt in die Solinger Fußstapfen wohingegen der Titelsong „Full Pull“ mehr in Richtung Australier schielt. Geiler Sound, erdige Rock Gitarren, coole schwere Riffs, das macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Sicher, man kann sich auch an Sänger Hell Hofer gewöhnen (auch ich), aber speziell und auf jeden Fall spezieller als die genannten Genre Kollegen und eindeutigen Vorbilder klingt er doch. „Running Away“ ist dann ein geiler gute Laune Song im Stile eines „Money Talks“ oder  „You Shook Me All Night Long“.
In The Heat“ hört sich hingegen mit etwas mehr Geschwindigkeit an wie ein Rocker, den AIRBOURNE geschrieben haben könnte wohingegen „High On The Hog“ und das im Anschluss folgende „Rush Hour“ auf den Spuren von JUDAS PRIEST Anfang der 80iger wandeln und zudem noch einen feinen Solo Mittelteil aufweisen.

Fazit:
Alles in allem machen BULLET ihre Sache für ihre Zielgruppe richtig, Diskussionen über gute kopiert oder schlecht neu erfunden gibt’s genügend, einzig der markante gewöhnungsbedürftige Gesang macht es mir schwer, das Album auf eine Acht zu hieven, denn gut sind die Songs allemal, wenn sie auch das Rad eben nicht neu erfinden und die Originale doch (noch) besser sind.

[xrr rating= 7/10]

01. Midnight Oil
02. Full Pull
03. Running Away
04. All Fired Up
05. Rolling Home
06. In The Heat
07. High On The Hog
08. Rush Hour
09. Freeriding
10. Gutterview
11. Warriors

Release: bereits erschienen
Label:
Nuclear Blast Records
Genre:
Hard Rock

Mehr Infos: www.bullet.nu

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