BLACK SEPTEMBER mit Into The Darkness Into The Void

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Einige EPs und ein Full-Length-Album (“The Forbidden Gates Beyond”) hat die amerikanische Band BLACK SEPTEMBER schon auf dem Buckel und jetzt erscheint ihr zweiter Longplayer „Into The Darkness Into The Void“.

Jahre lang krauchten BLACK SEPTEMBER im Underground herum, doch durch die Veröffentlichung ihres Debütalbums wurde das Plattenlabel Prosthetic Records auf die Truppe aufmerksam und so krochen sie aus dem Untergrund ans Tageslicht.
In eine Genreschublade lassen sich die fünf Amis anscheinend ungern stecken, wie auch ihr neustes Werk bestätigt. Zwar erwartet man lupenreinen Black Metal, aber den wird man auf dieser Scheibe nicht finden, viel eher haben wir es hier mit Death Metal mit schwarzmetallischen Einflüssen zu tun.

Als ich ein bisschen im Internet über die Band recherchiert habe, musste ich erst einmal kräftig lachen. Nicht einmal der Promotionfirma ist anscheinend aufgefallen, dass es sich bei dem vermeintlichen FrontMANN Jen McMorrow in Wirklichkeit um eine Frau handelt. Obwohl diese Tatsache, schaut man sich nur mal die Bandfotos an, nun einmal nicht von der Hand zu weisen ist!
Klar, schmeisst man die Platte in den CD-Player, denkt man wirklich: „Das ist ein Kerl, der da ins Mikro grunzt.“, aber anhand der Stimme kann man das Geschlecht manchmal halt nicht ausmachen – bestes Beispiel: Arch Enemy.
Sei es drum, ich möchte mit dieser Rezension ja keine Gender-Diskussion vom Zaun brechen, dennoch wäre es nicht schlecht man würde sich informieren, ehe man Unwahrheiten verbreitet.

Angeblich soll die Fronterin Jen eine klassische Gesangsausbildung genossen haben, dies kann stimmen oder nicht, ist aber auch egal, weil man für den Musikstil dieser Band nicht „schön“ singen können muss.

Kommen wir jetzt zur Scheibe selbst. Wie auch schon das Vorgängeralbum hat „Into The Darkness Into The Void“ musikalisch wie auch gesanglich nicht viel zu bieten.
Klar kann man bei Death bzw. Black Metal keine gesanglichen Höhenflüge erwarten, darauf ist diese Art von Musik einfach nicht ausgelegt. Dennoch kann ich Vergleiche zu BATHORY oder ähnlichen Genregrößen leider nicht ziehen.

Genau wie die Frontstimme, lässt auch der Sound gehörig zu wünschen übrig. Die Gitarren sind bei jedem einzelnen der neun Songs, die sich nebenbei erwähnt alle kaum voneinander unterscheiden, viel zu laut. Außerdem ist die Bassdrum das führende Instrument, die das alle anderen UND den Gesang übertönt.
Dieser Fauxpas wäre zu entschuldigen, wenn er nur bei einem Song aufgetreten wäre… aber leider zieht er sich vom ersten „richtigen“ Song „Solitude“ bis zum Ende der Scheibe.
Den Stilmix zwischen Death- und Black Metal hatte ich ja vorhin schon angedeutet und sicherlich trägt dieser auch zum Wiedererkennungswert der Truppe bei, dennoch nervt er nach einer Weile so richtig. Die Band scheint sich von Track zu Track neu für eine Masche zu entscheiden, ein roter Faden ist nicht zu erkennen und das Album erscheint trotz dieser „Abwechslung“ berauschend monoton.

Auch wenn die Gitarren teilweise richtig schlecht aufgenommen sind (siehe „Invocation“) lassen sich aber bei den Chicagoern besonders bei den Death Metal-Parts gute Ansätze erkennen.

Fazit:

Die Band ist nicht grottenschlecht, die Aufnahmen lassen nur SEHR zu wünschen übrig. Für eine Death Metal – Band reicht der Sound der Amis leider nicht und für Black Metal sind einfach zu viele Death – Parts enthalten. Vielleicht sollten sich die Fünf einfach mal entscheiden, welchem Musikgenre sie angehören möchten, dann klappt’s eventuelle auch mit den Aufnahmen besser.

[xrr rating= 4/10]

Bandfoto

Trackliste:

01. Into The Darkness
02. Solitude
03. Rabid Hunger
04. Cursed
05. Invocation
06. Beyond The Realms
07. Defiance
08. Unhallowed Ground
09. No Return

Release: 28.09.2012
Genre: Death-/Black Metal
Label: Prosthetic Records

 

 

 

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Franzi

Franzi ist gelernte Tischlerin und studiert derzeit Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Als Redakteurin ist sie seit Dezember 2011 bei Metalize.Me tätig. Ihre Schwerpunkte sind: CD-Rezensionen und Live-Reviews in den Bereichen Mittelalterrock, Metal und Gothic in allen Variationen.