BANGALORE CHOIR mit Metaphor

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Ich mag David Reece und seine Projekte, das liegt auch daran, dass seine Stimme einfach so wunderbar vielschichtig ist und schon dadurch die Scheiben eine ganz andere Dimension einnehmen.
Auch als Mensch ist er ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Ich kenne nicht viele Musiker, die schon etwas erfolgreicher waren, die sich nach nur einem Interview mit den Schreibern privat treffen. David hat das vor einigen Jahren mal locker gemacht. So dass wir schnell einige Geheimtipps in seiner damaligen Heimat L.A.kennenlernten. Den Wohnort hat er gewechselt, vom coolen, sonnigen, aber hektischen Los Angeles hat es ihn nach Minneapolis verschlagen.

Ich weiß nicht ob es daran liegt, das in Minneapolis nicht immer die Sonne scheint, sondern dass man im Sommer auch mal mit Regen rechnen muss, aber „Metaphor“ bleibt in der Spur die der Vorgänger „Cadence“ eingeschlagen hat. Weg vom locker leichten partytauglichen Rock, hin zum etwas getragenem, bluesigen Hard Rock!

Vorweg genommen, ich finde die Richtung steht der Band gut, zeitgemäß und doch überhaupt nicht aufgesetzt.
Grob gesagt stoßen sie damit in die frühe Whitesnake Richtung, ohne dabei die individuelle Stärke oder sollte ich besser sagen die Egotripps diverser Whitesnake Gitarristen zu erreichen. Curt Mitchel und Andy Susemihl sind da wesentlich manschaftsdienlicher. Anstelle ausladender Soloeinlagen die schnell in die Gefahr geraten zu nerven, stellen sich die beiden in den Dienst der Band und treiben die Songs  voran.
Im Moment mag ich genau diese Musik, die ihre Wurzeln im späten 70´er frühen 80´er Hard Rock hat, wie eben Whitesnake, Deep Purple oder Rainbow und denen dann der Schwung der Mid 80´er eingeflößt wird.

Die Songs sind zwar catchy, aber nicht auf einmal hören und sofort mitsingen getrimmt. Mit „All The Damage Done“ geht es gleich mal in einem flotten Tempo los. „Trojan Horse“ zieht einen sofort mit. Der Anfang schiebt die Messlatte also schon mal weit nach oben und wird „Silhouettes On The Shade“ noch überboten. Der Song hat etwas, was einem sofort im Ohr hängen bleibt und doch braucht man mehrere Anläufe bis er wirklich überzeugt.
Das zieht sich durch das Album.

Anfangs fand ich das Album sehr schön, ohne dass es mich wirklich überzeugt hat. Gute Musiker und ein überragender Sänger reichen nicht aus, wollte ich fast sagen. Je häufiger ich das Album dann jedoch aufgelegt habe umso besser gefiel es mir und mittlerweile würde ich sagen, das Metaphor ein gutes Album ist, welchem nur die ganz großen Hits fehlen.
Der Sound hätte ein wenig fetter sein können und das Cover … ne, dazu sag ich nichts!
Fazit:
Ein gutes Hard Rock Album, dass durch den Gesang von Mr. David Reece noch eine Stufe höher gestellt werden kann. Zum ganz großen Hammer reicht es allerdings nicht, dazu hätte die Produktion mehr bumms gebraucht und der ein oder andere echte Ohrwurm hätte der Scheibe auch gut zu Gesicht gestanden.

[xrr rating=7/10]

Trackliste:
1.All The Damage Done
2.Trojan Horse
3.Silhouettes On The Shade
4.Metaphor
5.Don´t Act Suprised
6.Never Face Ole Joe Alone
7.Scandinavian Rose
8.Catch An Angel Fallin´
9.Civilized Evil
10.Fools Gold
11.Always Be My Angel

Label: AOR Heaven
Genre: Hardrock
Release: April 2012

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