ALL THAT REMAINS mit A War You Cannot Win

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“A War You Cannot Win” ist der siebte Longplayer der fünf Amerikaner ALL THAT REMAINS.

Der Opener „Down Through The Ages“ und auch Track 2 „You Can’t Fill My Shadow“ werden die Herzen der Metalcore-Fans mit knackigen Gitarrenriffs, einem schnellen Tempo und einer Menge gegrowlten sowie geshouteten Texten höher schlagen lassen. Doch schon bei dritten Stück „Stand Up“ scheiden sich die Geister, dieser spielt nämlich in einer ganz anderen Liga. Hier bekommen wir ein eher langsames Tempo vorgesetzt, keine bretternden Gitarren sind zu hören und es wir doch tatsächlich GESUNGEN anstatt geschrien.

Einige meiner Kollegen sind der Meinung, dass Bands wie ALL THAT REMAINS, oder auch andere Genregrößen wie As I Lay Dying, häufig Gefahr laufen sich irgendwann zu sehr nach Mainstream anzuhören und dass sich auch unsere fünf Jungs von der Ostküste schon hart an der Grenze dieses absteigenden Astes bewegen. Ich weiß nicht so recht, ob ich diese Meinung teilen soll. Natürlich gibt es einige Songs auf „A War You Cannot Win“ bei denen Frontsänger Philip Labonte tief in die Schmalzkiste greift. So wird uns zum Beispiel mit „What If I Was Nothing“ eine Ballade präsentiert, bei der Philip mal eben kurz mit seiner durchaus angenehmen Stimme eine Liebesschnulze schmettert, aber Leute, muss denn alles immer nur gegrowlt werden und sich hingerotzt anhören? Ich finde nicht. Man kann ruhig auch mal hören, dass einige Metalfrontmänner durchaus mehr drauf haben als nur Shouts und Growls. Ich persönlich finde das Stück wirklich gelungen und schön und wer eben nicht auf solche Musik steht, kann ja den kleinen Knopf mit dem Doppelpfeil drücken, denn schon der nächste Track „Sing For Liberty“ gehört wieder zur härteren Gangart der Band.

Wer allerdings nur auf Growls und Shouts steht, ist bei ALL THAT REMAINS sowieso an der falschen Adresse, denn das Wechselspiel zwischen Cleanparts und Growls ist nun mal das Stilelement dieser Band schlechthin. Zugegeben, es ist wirklich auffällig, dass auf dem neusten Silberling der Truppe mehr gesungen als gegrowlt wird, aber das finde ich nicht wirklich schlimm, sondern eher angenehm. Ja, ok… „Calculating Loneliness“ ist ein reines Instrumentalstück und wirkt eher einschläfernd als abwechslungsreich, aber eine Band muss sich ja nicht auf jedem Album gleich anhören, das würde auf Dauer ja auch nur langweilig werden. Wer weiß, vielleicht wird das nächste Album ja wieder ganz anders und wir werden darauf nur Growls zu hören bekommen? So ALL THAT REMAINS for me to say is: „We will see.“

Fazit:

Für absolut eingefleischte Metalcore-Liebhaber ist die Scheibe eher nicht zu empfehlen, dafür ist sie wohl zu weichgespült. Genreneulinge, die sich erst mal sachte an die ganze Sache herantasten wollen oder Metalcore-Fans, die auch eine weiche Seite haben, können sich die Platte aber auf alle Fälle zulegen, denn nur weil sie anders ist als die Vorgängeralben, ist sie ja noch lange nicht schlecht.

[xrr rating= 7/10]

Mehr Infos zur CD findet ihr hinter diesem Link

ALL THAT REMAINS mit A War You Cannot Win
ALL THAT REMAINS mit A War You Cannot Win

Trackliste:

  1. Down Through The Ages
  2. You Can’t Fill My Shadow
  3. Stand Up
  4. A Call To All Non-Believers
  5. Asking Too Much
  6. Intro
  7. Just Moments In Time
  8. What If I Was Nothing
  9. Sing For Liberty
  10. Not Fading
  11. Calculating Loneliness
  12. A War You Cannot Win

 

Release: bereits erschienen 

Genre: Metalcore

Label: Razor&Tie/Soulfood Music

Mehr Infos zur Band: http://www.allthatremainsonline.com/

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Franzi

Franzi ist gelernte Tischlerin und studiert derzeit Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Als Redakteurin ist sie seit Dezember 2011 bei Metalize.Me tätig. Ihre Schwerpunkte sind: CD-Rezensionen und Live-Reviews in den Bereichen Mittelalterrock, Metal und Gothic in allen Variationen.