ACCEPT mit Stalingrad

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!

Accept ist Udo und Udo ist Accept! Es gibt nicht grade wenige Fans die genauso gedacht haben als es um die Reunion der Band ging.  Ja, ich gehörte auch dazu, schließlich war Accept eine der Bands die meinen metallischen Werdegang mehr als beeinflusst hat. Grad neu in der Szene angekommen bekam ich von meinem damaligen Kumpel ein Tape. Seite A: Mötley CrüeShout At The Devil“ Seite B: “Restless And Wild”! Klar war man als kleiner Hosenscheißer mit kurzer Hose und kurzem Haar sofort angefixt, weil die Herren doch der Eltern liebstes Volkslied so verballhornten. Bei jeder Gelegenheit tönte es „Heidi Heido Heida“ aus klein Fränkys Zimmer. Es passierte mehr als einmal, dass mein Vater die Notbremse in Form der Sicherung zog!


Kurz drauf, fanden „Breaker“ vom Vinyldealer, „Balls To The Wall“ auf Tape und „Lady Lou“ sowie „I´m A Rebel“ vom Flomarkt, „Russian Roulette“ vom Vinyldealer den Weg in meine wohlsortierte Samlung. Nicht zu vergessen, mein erstes Metal Konzert natürlich Accept in Essen in der altehrwürdigen Grugahalle. Ihr seht also, meine musikalische Beziehung zu Accept ist eine besondere
Ich habe 2012 herzlich gelacht, als man mir „Blood Of The Nations“ als Überflieger anpreisen wollte. Bis zu dem Zeitpunkt als ich die Scheibe selbst gehört habe und kleinlaut feststellen musste: Accept ohne Udo funktioniert doch!

Nun stellt sich natürlich die Frage, war „Blood oft he Nations“ ein Strohfeuer, oder holen die alten Herren zum nächsten Schlag aus?
Ich mein rückblickend muss man feststellen, dass einzig „Death Row“ und „Predator“ schwächere Alben waren – wenn man den Ausflug in den Kommerz „Eat The Heat“ mal vernachlässigt – wobei ich auch da die Songs nicht schlecht fand, aber es war eben nicht Accept.
Ich kann alle beruhigen „Stalingrad“ ist ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte Accepts. Mark Tornillo macht seine Sache auf der Scheibe noch etwas besser, als auf dem umjubelten Reunion Album. Teilweise klingt er wie Mr. Kreissäge himself (ohne dabei gewollt nachahmend zu klingen), dann wiederum spielt er seine größere Variabilität voll aus!

Der Rest der Scheibe ist mehr als 100% Accept. Das Riffing der Gitarren;- Wie in besten Tagen, die Rhythmusabteilung sorgt für den nötigen Dampf und am Ende kommt aus der einstigen „Solinger Stahlschmiede“ echter Teutonenstahl.

Mit „Hung Draw And Quatered“ geht es mit einem Up-Tempo Song in die Scheibe! Ja, wie soll man so einen Song erklären, es ist auf der einen Seite typisch Accept auf der anderen hat man aber nicht das Gefühl, dass hier der ein oder andere Hit aufgewärmt wurde.
Weiter geht es mit „Stalingrad“! Ein wunderbarer Live Song, der sofort mitreißt und zum Mitgröhlen einlädt! Das man beim „Oho Ohooo“-Part vor dem geistigen Auge die Halle toben sieht und Gänsehautatmosphäre verhersieht, spricht für den Song. Ehe es dann mit dem Teutonen Stampfer „Hellfire“ weiter geht.

Damit es auf der Scheibe nicht langweilig wird, gibt es so gefühlvolle Midtempo Nummern wie „Twist of Fate
Ja, was soll ich groß nach Macken suchen, die es nicht wirklich geht! Die Abwechslung stimmt, die Songs passen, die Platte kickt und der Funke springt nahezu sofort über.
Da wo man an anderer Stelle schreiben muss, dass nach Album Nr. 13 (von mir aus auch 15 oder 20) die Luft raus ist und man nicht erwarten kann, das die Band an ihre alten Glanzleistungen herankommt, bleibt mir bei Accept nichts anderes zu sagen als: „Mich würde es nicht wundern, wenn der ein oder andere Song in naher Zukunft in einem Atemzug mit „Breaker“, „Balls To The Wall“, „Fast As A Shark“, „London Leather Boys“ und wie sie alle heißen genannt wird.“

Wenn man über etwas meckern will, dann über das Coverartwork, dass einem, wenn nicht dem deutschen Metal Flagschiff nicht gerecht wird.

Fazit:

In meinen Augen liegt „Stalingrad“ wenn überhaupt nur einen Wimpernschlag hinter den Meilensteinen der Band!
An Stalingrad kommt kein echter Metalhead vorbei!

Leider gibt es noch kein offizielles Video der Band zum Album, aber dieses Fan-Video ist so geil gemacht, dass man es glatt so übernehmen könnte
[xrr rating=9/10]

Tracklist:
1. Hung Drawn And Quartered
2. Stalingrad
3. Hellfire
4. Flash To Bang Time
5. Shadow Soldiers
6. Revolution
7. Against The World
8. Twist Of Fate
9. The Quick And The Dead
10. The Galley

Release: April 2012
Label: Nuclear Blast
Genre: Heavy Metal

Mehr Infos zur Band:

https://www.acceptworldwide.com/

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn!