Haggard Konzertbericht aus der Markthalle im April 2011

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Die Barock-Death-Metaller von HAGGARD haben sich in der Hamburger Markthalle die Ehre gegeben. Zwar gab es noch reichlich Resttickets, dennoch war die Stimmung in der Halle außergewöhnlich gut.

20 Jahre HAGGARD, eine lange Tradition, erfolgreiche Alben und atmosphärische Konzerte sind das Markenzeichen dieser Kapelle. Auf ihrer „Dark-Symphony„-Tour zeigten die 12 Musiker, wie man Death-Metal auf eine phantastische Art und Weise verfeinern kann.

Aber von Anfang an:

Die Vorband CROW 7 war für mich leider ein Reinfall. Die Band spielt Power-Metal mit einer Hardrockigen Note. Leider wurde diese Mischung vom Publikum nicht wirklich angenommen und es passte auch nicht zu den nachfolgenden Bands

Das änderte sich dann als CORONATUS auf die Bühne kamen. Eine Gothic-Metal Band mit weiblichen Gesangsparts. Damit wurden viele Sympathien geschnürt und die Band wusste zu überzeugen. Zwar erfinden diese das Genre auch nicht neu, aber dennoch sind ihre Songs eingängig und schwungvoll.

CORONATUS Front Frau Mareike Makosch ist hierbei besonders hervozuheben, ihre offene und humorvolle Art zog die Massen mit und irgendwie versprühte sie einen Charme durch die Halle, den nicht einmal Lena damals beim Grand-Prix erreicht hat.

Die Sprüche von Mareike waren dabei auch um Längen besser als alles, was Lena jemals gesagt, getan oder gemacht hat.

CORONATUS singen sowohl auf Deutsch, Englisch und auch einige Song in lateinischer Sprache waren dabei. Alles in allem sehr gute 50 Minuten Gothic-Metal.

Um kurz nach 22 Uhr betraten dann auch HAGGARD die Bühne. Den Anfang machte eine attraktive Damenriege mit Violine, Viola, Querflöte, Oboe, Cello und Keyboard. Dazu noch ein Contrabass, Stromsaiteninstrumente, die elementar wichtigen Drums, ein Tenor und natürlich die einzigartige Sopranistin Frau Su.

Eröffnet wurde die Show mit einem rein klassischen Stück, welches auf den Namen „In des Königs Hallen“ hört. Kurz darauf legte Frontmann Asis auch gleich richtig los und nahm die Zuschauer auf eine Reise durch 20 Jahre Musikgeschichte mit.

Das Publikum nahm die Reise dankend an und feierte kräftig mit.

Dass Asis Galileo Galileis verehrt, wird den meisten Fans der Band bekannt sein. Der Song „Eppur Si Muove“ widmte Asis daher besagtem Mann. Dies war auch der Moment an dem Sopranisten Su erstmals ihre Stimme erkllingen ließ und Gänsehaut machte sich in der Markthalle breit.

Kurz darauf gab es plötzlich Slayer Riffs zu hören und man war einen Moment wirklich am Grübeln, ob Haggard wirklich Slayer Covern würden. Es gab allerdings „Herr Manelig“ und das ganze auf italienisch. „Herr Mannelig“ ist ein ursprünglich aus Schweden stammender Song, der bereits oft gecovert wurden. Berühmtestes Beispiel ist hierbei sicherlich die Version von IN EXTREMO.

Zum Ende hin verkündete Asis noch, dass für den Herbst 2011 die Aufnahmen im Studio anstehen. Auf der neuen Platte werden die Werke der Gebrüder Grimm behandelt und man darf gespannt sein, was am Ende dabei rauskommen wird.

Zum Abschluss gibt es dann noch „The Final Victory“ und die Fans singen in voller Brust mit. 2 Stunden HAGGARD – ein Konzert der Spitzenklasse.

Jeder der HAGGARD noch nicht Live gesehen hat, sollte es definitiv tun.

Prädikat: Ausgezeichnet!

Mehr Infos zu den Bands:

Offizielle Website von HAGGARD
Offizielle Website von CORONATUS

Offizielle Website von CROW 7 

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Florian Franck

Hallo! Ich bin Florian und ich liebe Musik. Ich teile hier mit anderen Schreibern meine persönlichen Interessen und Vorlieben. Ich schreibe nicht nur über Musik, sondern über Themen, die mich bewegen und inspirieren. Nebenbei befasse ich mich auch mit der Aufnahme von Videos und deren Schnitt.