EASTPAK ANTIDOTE TOUR 2011 / Oberhausen / Turbinenhalle

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Zum Eingang etwas zu den Räumlichkeit des Konzerts: meiner Meinung nach sehr groß, vielleicht schon zu groß, aber wohl auch notwendig bei solch einer Besetzung der Tour. Ansonsten angenehm und sehr erträglich von den Temperaturen.

Die mir bisher unbekannte kanadische Band „Living With Lions“ hätte meiner Meinung nach in einer anders besetzen Tour besser Platz gefunden. Dies soll die Live-Qualitäten dieser Band keinesfalls mindern, jedoch passte ihr sehr punkiger Sound schlecht ins musikalische Konzept des Abends. Dies war auch an der Reaktion der Zuschauer abzulesen, richtig Stimmung aufgekommen ist bei den Jungs leider nicht – schade für die sehr engagierten Jungs, welche mit gutem Live-Sound durchaus überzeugen konnten.

Umso überzeugender und einer Explosion ähnlich kam dann einem der Auftritt der US-Amerikaner von „The Ghost Inside“ vor. Sowohl musikalisch als auch showtechnisch konnte man nichts bemängeln – gute Stimmung von erstem zum letzten Ton. Es machte der Band sichtlich Spaß vor einem solch emotionsgeladenem Publikum ihre Stücke zum Besten zu geben. Ihr Mix von schnellen aber gleichzeitig sehr melodiösen „Auf-die-Fresse“ Parts und gut abgestimmten Breakdowns kam bei dem sehr jungen Publikum gut an. Das einzige was man wohl bemängeln darf ist, dass das Konzert genau so explosionsartig vorbei war wie es begonnen hatte.

Wieder Mal wurde ich von der Livequalität von „August Burns Red“ umgehauen und aufs Neue überzeugt. Wie aus einem Guss kommen die Auftritte der 5 gerade mal Mitte-20 jähriger US-Amerikaner daher. Bereits beim bereits alt bekannten Trance-Intro kochten die Emotionen im Publikum hoch und die Band krönte das Ganze mit einem sehr gelungenen Auftritt. Vor allem der Screamer „Jake Luhrs“ versteht es sehr gut das Publikum aufzuheizen und somit aus den Konzerten der Band eine Wirkliche Show zu machen. Auch musikalisch sowie soundtechnisch konnte die Band punkten und blieb somit in guter Erinnerung.


Den Auftritt der wohl zu Recht als „die härteste Pop-Band der Welt“ deklarierten „A Day to Remember“ als Konzert zu bezeichnen wäre sicherlich falsch. Vielmehr hatte man während des etwa 45 Minuten langen Gigs immer mehr das Gefühl zu haben auf einem Prom eines typischen High-School Teeny-Films zu sein. Das mochte an den Konfetti-Kanonen, welche in regelmäßigen Abständen das Publikum in ein bunten Regen aus Papierschnipsel hüllte, oder an dem undefinierbaren Maskottchen, welches während eines Songs Bandshirts aus einer T-Shirt-Kanone ins Publikum abfeuerte, gelegen haben – aber wahrscheinlich lag das auch an dem kreischenden Publikum, welches die Band sehr lautstark unterstützte. Die Band konnte musikalisch durchaus überzeugen, wobei leider manchen Songs durch das schnellere Tempo beim Auftritt das gewisse Etwas verloren ging. Gekrönt wurde die Show durch das ein wenig andere Stagediving des Sängers/Screamers „Jeremy McKinnon“ in einem überdimensionalen Gymnastkball, in welchem er eine große Runde durchs Publikum drehte und durch das Einhüllen des Publikums in eine Scharr bunter Luftballons. Das Alles zeigt – die Jungs verstehen es gut zu unterhalten und es macht Spaß ihnen dabei zuzuhören UND zuzusehen.

Fazit:
Vor allem wer „August Burns Red“ und „A Day To Rember“ noch nicht Live erlebt hat und sich an einem sehr jungen Publikum nicht stört ist es ein Muss diese zu sehen. Auch sonst eine sehr gelungene Tour mit überzeugender Bandauswahl – da ist man gespannt ob die Tour dies nächstes Jahr toppen kann.

Infos:
https://www.eastpakantidotetour.com/

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