19.11. – PARKWAY DRIVE +Emmure, The Word Alive, Structures. Hamburg, Große Freiheit 36.

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Nachdem Parkway Drive dieses Jahr mit Atlas einen mehr als würdigen Nachfolger für ihr Hitalbum Deep Blue veröffentlicht haben,welches live immer sehr gut angenommen wurde, war ich sehr gespannt, wie sich das neue Material bei den Fans schlagen würde. In der Großen Freiheit 36 sind Parkway Drive mittlerweise so etwas wie Stammgäste, 2012 ist es bereits das zweite mal das die Band vor Ort gastierte. Dennoch war der Laden picke-packe voll – die Szene scheint nicht genug von den Australiern zu bekommen. Aber immer langsam, schließlich war die Band nicht alleine unterwegs und der Abend hatte grade erst begonnen.

 Die Deathcore-Formation Structures eröffnete dann auch selbigen – allerdings scheinbar so früh, dass ich, während ich etwa dreißig Minuten nach Einlass die Venue betrat, nur noch die letzten Songs der Band mitbekam. Schien aber auch kein Verlust zu sein, auch wenn die junge Band sich redlich bemühte das – erst ziemlich spärlich anwesende Publikum – mitzunehmen.

 Mit The Word Alive betrat dann eine bereits etwas erfahrenere Band die Bretter – scheinbar nur um klarzustellen, dass Erfahrung nicht alles ist. Man weiß nicht ob die Band einen schlechte Tag hatte, die Tour bereits zu lang war, oder die Eindrücke des Auftritts in London vor einem ausverkauften Riesenzelt die etwas kleinere Große Freiheit 36 überlagerten, aber dieser Gig wird eher nicht in die Annalen der großartigsten Livedarbietungen aller Zeiten eingehen. Sicher, ein zwei alte Songs wurden vernünftig vorgetragen, aber das schwache neue Material und eine sichtbare Unfitheit der Band verleiteten nur wenige Menschen dazu sich vor der Bühne zu verausgaben. Haken dran.

Emmure machten es dann besser. Zwar kann ich der Band weder auf CD noch auf der Bühne auch nur irgendetwas abgewinnen, aber sie schafften es das Publikum zur Bewegung zu motivieren. Circlepits und Wall Of Death inbegriffen. Ein guter Gig, aber ich kann mit der Band einfach nichts anfangen. Sei es drum.

 Schließlich war dann der Moment gekommen, auf den man den Abend lang gewartet hatte. Nach ausgedehnter Umbaupause bequemten sich die Herren von Parkway Drive auf die Bühne – der Saal und die Galerie waren mitlerweile komplett gefüllt. Mit dem neuen Intro Sparks und dem Opener Old Ghosts / New Regrets wurde dann auch eine Abrissparty eröffnet, die ihresgleichen sucht. Die Band fuhr alles auf, was man als Headliner so bieten kann – eigene Beleuchtung, Projektionen, den besten Sound des Abend – und eine Songauswahl die sich gewaschen hat. Neben alten Hits wie Romance Is Dead, den Gassenhauern von Horizons Boneyards und Dead Man’s Chest, sowie den Hits von Deep BlueDeliver Me, Sleepwalker und Karma kam auch das neue Album nicht zu kurz – Neben dem neuen Publikumsliebling Wild Eyes und der Single Dark Days kam auch die Abrissbirne Swing und zu meiner Freude das lange und abwechslungsreiche Blue And The Grey zu ihrer Hamburger Bühnenprämiere. Die Songs waren im Publikum natürlich bestens bekannt und wurden gnadenlos abgefeiert. Den Abschluss bildeten Carrion und Home Is For The Heartless – Songs die auf keinem Parkway Drive Konzert fehlen dürfen. Trotz einer bereits etwas längeren Tour zeigte sich die Band energetisch, spielfreudig und zu Scherzen aufgelegt. Man merkt, dass diesen Jungs ihr Job so richtig Spaß macht, was sich von Anfang bis Ende auf das Publikum übertrug. Mit der Ankündigung im nächsten Jahr an bekannter Stelle zurück zu sein verabschiedete sich die Band. Man darf sich sicher sein – die meisten werden vermutlich wieder dabei sein.

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