Interview mit ELM STREET

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Mit ihrem Debüt Album „Barbed Wire Metal“ gelang den Australiern ELM STREET eine beachtliche Heavy Metal Scheibe die gewaltig in den Arsch tritt. Unser Redakteur Robin verfasste ein kurzes Mailerinterview, um die ersten Fragen rund um das Album und die Band zu klären.
Metalize.Me: Wie gehts dir?
ELM STREET: Hey Leute! Uns gehts richtig gut! Machen uns gerade startklar für eine große Show in Melbourne an diesem Wochenende um unseren 1. Video Clip zu präsentieren und um die Veröffentlichung bei Massacre Records mit ein paar Flaschen Jack Daniels zu feiern, haha!

MM: Kannst du mal euren Musikstil für unsere Leser beschreiben, die euch noch nicht kennen?
ES: Wir spielen traditionalen Metal, Metal, den wie ich denke, jeder einfach nur liebt. Unsere Musik wurde schwer von vielen Bands beeinflusst. Bands wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, SAVATAGE, ICED EARTH und GRIM REAPER.

MM: Ihr habt euch schon in 2003 gegründet. Warum hat es so lange gedauert bis euer Debüt Album “Barbed Wire Metal” raus kam?
ES: Wir alle sind zusammen schon seit der High School zusammen aufgewachsen und das größte Problem war, als wir die Band gründeten, dass niemand ein Instrument spielen konnte.
Also haben wir jedem erstmal ein Instrument zugewiesen und haben hart daran gearbeitet um auf einen Standard zu kommen der es uns eine Zukunft in der Musik Industrie ermöglichte. Und 2011 wurde nun zu dem Jahr, in dem wir soweit waren, „Barbed Wire Metal“ auf die Welt los zu lassen.
Es klappte dann auch richtig gut weil wir alle zu 100% dem Metal verschrieben sind und wissen, welche Ziele wir erreichen möchten.

MM: Wie sind den bisher so die Reaktionen (Presse und Fans)?
ES: Die Reaktionen auf das Album sind wirklich gut, was wir uns auch erhofften nachdem wir so lange hart für diese Produktion gearbeitet haben.

MM: Ihr habt richtig verschiedene Arten von Texten. Einer eurer Songs heißt “Leatherface”, aus dem man schließen könnte er sei inspiriert von dem Film “Das Kettensägen Massaker”. Ein anderer Song hört auf den Namen „King Of Kings“ (welcher auch mein persönlicher Favorit auf dem Album ist) und ich meine rauß zu hören dass dies ein Text über Jesus Christus ist. Stimmt das und wie kommt es zustande dass man solch unterschiedliche Texte schreibt?
ES: Wir mögen es Texte zu schreiben die eine Geschichte erzählen und dabei spielt es keine Rolle wie der Titel eines Songs heißt, denn so wie die Texte geschrieben sind kann der Song von allem möglichen handeln, es kommt nur darauf an, auf welchem Wege dies wahr genommen wird.
Für uns alle vier war es das erste Mal, überhaupt Texte zu schreiben. Also am Anfang war es schon ein Kampf, doch über Themen zu schreiben, die wir entweder lieben oder hassen half uns dann sehr um eine Botschaft rüber zu bringen. Es ist eben wie die Musik auf dem Album sehr unterschiedlich, aber wir haben‘s geschafft…irgendwie, haha.

MM: Wie ich eben schon erwähnte ist “King Of Kings” mein persönlicher Favorit auf dem Album. Welcher ist deiner und warum?
ES: Das ist eine sehr schwierige Frage die wir leider nicht beantworten können, haha. Das Album ist wirklich sehr unterschiedlich und für jeden Metal Fan. Man hat Elemente vom Power Metal, Thrash Metal, Glam Metal, Speed Metal und so weiter, weswegen dies alles zusammen die Charakteristik jedes einzelnen Song ergibt.
An jedem Song wurde über die Jahre sehr hart gearbeitet und wenn mal ein Part dabei war den wir nicht mochten, haben wir ihn eben durch einen besseren ersetzt.

MM: Sicher kennt ihr die Band PEGAZUS von Australien? Die spielten letzten Freitag hier in einer kleinen Stadt in Deutschland mit noch zwei anderen Bands für nur 6,50€ und es waren nur ungefähr 30 Leute da. Wie sieht denn die Metal Szene in Australien aus? Ist es da besser für kleinere Bands? Und habt ihr Kontakt zu den Jungs von PEGAZUS?
ES: Ja, PEGAZUS ist eine Sau geile Band!! Einige der wenigen true heavy metal Bands die auch mal in Europa getourt sind in all den Jahren.
Ich denke, es macht keinen Unterschied ob nun PEGAZUS oder IRON MAIDEN, jede Band hat auch mal schlechte Zeiten in all den Jahren, die Hauptsache ist doch sein Ding durch zu ziehen und weiter zu machen, egal was passiert. Das ist doch der Grund was die großen Metal Bands zu dem macht was sie sind.
Und unter dem Aspekt kannst du die Szene in Australien mit der auf der ganzen Welt vergleichen. Wenn du hart arbeitest bekommst du den Erfolg zu spüren. Wenn es nur eine Art Hobby nebenbei ist, kann es eben ein bisschen länger dauern.
Wir wollten eigentlich eine Show mit PEGAZUS spielen bevor sie zu ihrer Europa Tour aufbrachen. Jetzt warten wir darauf, dass sie zurück kommen um all die Geschichten über ihre dicken Partys zu hören, haha!

MM: Alle Mitglieder von ELM STREET waren auch in einer Band namens “RAID”. Kannst du mir was darüber erzählen?
ES: Die Band “RAID” war genau die selbe wie jetzt “ELM STREET”. Es war eben unser erster Name überhaupt unter dem wir auch ein paar Gigs absolviert haben, doch über die Jahre wurden wir älter und wollten den Namen hinter uns lassen.
Wir änderten den Namen in ELM STREET im Jahr 2008 weil wir fanden das klang eher nach Metal und old-school. Wir sind große DOKKEN Fans und unser Bandname hat einen Zusammenhang mit deren Song „Dream Warrior“ von „Nightmare on Elm Street 3“.

MM: Habt ihr irgendwelche Zukunftspläne? Was ist euer Ziel das ihr mit dieser Band verfolgt?
ES: Unser ZIel ist es, ein Leben lang Musik zu machen. Keinen richtigen Job mehr, nur noch auf Tour gehen, Musik schreiben und aufnehmen. Ich weiß, einige Leute denken wir sind verrückt denn nur eine Handvoll Musiker können sich das derzeit erlauben, aber wir haben eben dieses als unser Ziel im Leben. Und jedes Jahr kommen wir diesem Ziel ein Stückchen näher.

MM: Welche Lieder/Alben bevorzugst du derzeit?
ES: In letzter Zeit hören wir gerne die neuen Alben älterer Bands wie ACCEPT, TESTAMENT und OVERKILL. Die alle haben Killer-Comeback Albums mit modernen Produktionen abgeliefert.

MM: OK, dann gib mir jetzt die Namen deiner Lieblingsbands. Sag mir drei Stück.
ES: Oh schon wieder eine harte Frage. Also spontan würde ich dann sagen JUDAS PRIEST, HELLOWEEN und MANOWAR.

MM: Vielen dank für das Interview und ich hoffe wir werden demnächst mal einen Live Auftritt hier in Deutschland erleben können.
ES: Danke dir! Es war mir eine Ehre und wir sehen uns in 2012.

(Anmerkung des Verfassers: Meine Lieblingsfrage, bei der sich der Interviewpartner eine Frage selber stellen und auch beantworten soll wurde leider ignoriert. Aber das ist eben der Nachteil bei Mailer Interviews, man kann auch die Fragestellung nicht näher erklären und keine Rückfragen stellen.)
Interview geschrieben und aus dem englischen übersetzt von Robin.

Mehr Infos zur Band:
www.metalelmstreet.com

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